Vorauskasse-Tarife verlieren an Vertrauen

Der Energieanbieter „lekker Energie“ gab beim Meinungsforschungsinstitut forsa eine Umfrage in Auftrag – dabei sollte ermittelt werden, wie die deutschen Verbraucher gegenüber sogenannten Vorauskasse-Stromtarifen eingestellt sind und ob sich diese Einstellung in der letzten Zeit veränderte. Bei derartigen Tarifen müssen die Kunden vorab die Stromkosten für das gesamte Jahr bezahlen – bei den Verbraucherschützern stehen diese Geschäftsmodelle jedoch schon lange in der Kritik, da die Kunden bei einer Pleite des betreffenden Anbieters ihr bereits bezahltes Geld wohl höchstwahrscheinlich verlieren werden. Dies wurde etwa zuletzt beim Energieversorger TelDaFax deutlich: Das Unternehmen hatte auf solche Vorauskasse-Tarife gesetzt und musste Insolvenz anmelden; die ehemaligen Kunden hatten nicht nur den für 2011 bereits im Voraus bezahlten Betrag verloren, sondern mussten zusätzlich noch die anschließende Versorgung übernehmenden Stromanbieter bezahlen.

Die repräsentative Umfrage kommt nun zu dem Ergebnis, dass das Vertrauen der deutschen Verbraucher in derartige Vorauskasse-Tarife deutlich abnahm. Mittlerweile, so berichtet das Verbraucherportal Verivox unter Berufung auf die Umfrage, würden sich lediglich sechs Prozent der Bevölkerung bei Gas oder Strom für ein solches Modell entscheiden. Insgesamt wurden 2.000 Bürger bundesweit gefragt – 91 Prozent von ihnen gaben dabei an, an einem Vorauskasse-Tarif kein Interesse mehr zu haben; die verbleibenden drei Prozent zeigten sich unentschlossen.

Im Zeitraum von Ende November bis Mitte Dezember wurden die genannten 2.000 Verbraucher in den größten Metropolen der Bundesrepublik befragt. Laut Verivox seien die regionalen Ergebnisse jedoch zum größten Teil miteinander identisch. Auffallend sei jedoch, dass vor allem im Osten Deutschlands die Vorauskasse noch stärker abgelehnt wird: In Leipzig, Dresden und Halle hätten nur sich drei Prozent für einen Vorauskasse-Tarif entschieden.



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