Stromnetze – Betreiber planen Milliardenausbau

Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ planen die Betreiber der Stromnetze einen milliardenteuren Ausbau und wollen neue Stromtrassen errichten. Es seien drei Leitungen quer durch die Republik geplant, schreibt die Zeitung weiter. Die neuen Stromleitungen werden dringend benötigt, um an der Küste erzeugten Strom in den Westen und Süden des Landes zu transportieren.

Trasse von Norddeutschland bis in den Süden

Tennet, einer der Netzbetreiber, wolle eine 500 Kilometer lange neue Trasse von Norddeutschland bis in den Süden errichten; die Kosten sollen sich auf mehrere Milliarden Euro belaufen. Eine Sprecherin kündigte gegenüber der Zeitung die Veröffentlichung genauer Pläne für den kommenden Frühling an. Spätestens im Juni muss der Bundesnetzagentur ein Entwurf für den Netzentwicklungsplan vorgelegt werden – dabei wird vor allem auf derartige Stromautobahnen großen Wert gelegt. Die EnBW sowie Amperion wollen mit einer weiteren Stromleitung das Rheinland sowie den Raum Stuttgart verbinden. Hier seien Investitionen von bis zu einer Milliarde Euro vonnöten. Genaueres ist jedoch noch nicht geklärt, es werde jedoch intensiv an dem Projekt gearbeitet.

Ebenfalls rund eine Milliarde Euro will 50 Hertz, ein weiterer Netzbetreiber ausgeben – diese sollen in eine 600 Kilometer lange Stromtrasse fließen, die vom Rhein-Main-Gebiet in den Raum Magdeburg verläuft. Die genauen Kosten sowie die Technik werden im Januar mit einer Machbarkeitsstudie ermittelt. Ein Sprecher sagte der FTD jedoch, dass es noch bis zu acht Jahre dauern würde, ehe alle benötigten Genehmigungen vorliegen würden und der Bau beginnen könne. Die neuen Leitungen sollen alle ohne Unterbrechung verlegt werden, ferner kommen hierfür zum Teil schon bestehende Masten zum Einsatz – mit Letzterem können Neubauten gespart und Proteste verhindert werden.



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