Wenig Interesse an „intelligenten Stromzählern“

Viele Energieunternehmen wollen in der Zukunft auf die sogenannte intelligente Stromzähler setzen. Diese ermitteln zu jedem Zeitpunkt – folglich in Echtzeit – den derzeitigen Stromverbrauch. Damit hat der Verbraucher immer mithilfe des Internets die Möglichkeit, die Geräte im eigenen Haushalt ausfindig zu machen, welche einen zu hohen Stromverbrauch haben. Es ist sogar geplant, dass diese Stromzähler – auch „Smartmeter“ genannt – in einiger Zeit die Geräte im Haushalt steuern können und sie immer dann anschalten, wenn im Moment Strom günstig verfügbar ist. Damit soll auch eine Grundlage gelegt werden für den Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie beispielsweise aus Wind, denn bei diesen Quellen wird die Verfügbarkeit schwanken. Die entsprechenden, darauf aufbauenden schwankenden Stromtarife gibt es jedoch momentan noch nicht.

Einbau von intelligenten Stromzählern gesetzlich vorgeschrieben

Obwohl der Einbau von solchen intelligenten Stromzählern bei großen Renovierungen oder Neubauten gesetzlich vorgeschrieben ist, zeigen die Verbraucher in Deutschland laut einer Studie nur wenig Interesse an den neuen Zählern. Wie die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbz) mitteilte, sei das Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten für die Kunden derzeit noch nicht überzeugend. Folglich ist vor allem der Preis für die Ablehnung gegenüber den intelligenten Stromzählern, denn nur vier Prozent der im Rahmen der Studie befragten zeigten sich bereit, den auf dem Markt für diese Geräte verlangten Preis zu bezahlen – grundsätzlich werden die Geräte allerdings nicht abgelehnt; über 70 Prozent gaben an, diesen eigentlich positiv gegenüberzustehen.

Die Ergebnisse der Studie fasste der Chef der Verbraucherzentrale, Gerd Billen, folgendermaßen zusammen: „Verbraucher sehen zwar die Vorteile, doch das macht die Technik nicht zum Selbstläufer„. Außerdem würden alte Vorgaben derzeit verhindern, dass die Zähler das in ihnen steckende Potenzial auch wirklich entfalten könnten. Daher fordert Billen neue Tarifstrukturen, welche nicht nur fair, sondern zudem auch transparent sein müssten.



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