Strompreisentwicklung in Deutschland

Der Strom bzw. die Strompreisentwicklung legt als Bestandteil unserer Lebenshaltungskosten faktisch einen Alleingang in Sachen Preisentwicklung hin. Diese Tatsache ist aber keine Erscheinung der letzten Monate. Ganz im Gegenteil. Allein während der Jahre 2000 bis 2010 haben sich die Strompreise für einen 3-Personen-Haushalt um rund 60 Prozent erhöht.

Zusammensetzung der Strompreise für Privathaushalte in Deutschland

Die Höhe der Strompreise ist abhängig von der Produktionsweise dieser Energie. Strom, der beispielsweise durch Braun- oder Steinkohle gewonnen wird, ist immer noch deutlich günstiger als der, der durch Wasserkraftwerke gewonnen wird. Ein weiterer Bestandteil der Strompreisbildung sind die Netznutzungsgebühren. Um die Stromnetze nutzen zu dürfen, müssen alternative Anbieter sogenannte Durchleitungsgebühren zahlen. Da die Energieunternehmen eine Abgabe zu leisten haben, deren Grundlage das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz bzw. das Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) bildet, fließt auch diese Umlage in dem Strompreis pro kWh mit ein.

Zusammensetzung der Preisstruktur

Der Strompreis pro kWh für Haushaltskunden setzt sich somit aus den folgenden Bestandteilen zusammen. Netznutzungsgebühren, Energieerzeugung, Mehrwertsteuer und Stromsteuer. Dabei wird 2013 die EEG-Umlage erneut erhöht und die Ökostromumlage von 3,6 Cent auf 5,28 Cent angehoben, was sich bei Verbrauchern in einer höheren Stromrechnung äußern wird. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr müssen Stromkunden dann bis zu 185 Euro für die Förderung der regenerativen Energien zahlen. Aktuell entrichten Verbraucher für die Ökostromumlage rund 125 Euro. Zudem werden auch die Netznutzungsentgelte erhöht, wie die Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW beschlossen haben.

Regionale Unterschiede machen sich bemerkbar

In Deutschland ist der Strompreis trotz flächendeckender Kritik regional durch aus sehr unterschiedlich. Bei den regionalen Unterschieden fällt auf, dass in der Mitte Deutschlands die Strompreise oft günstiger sind als im Nordosten und Südwesten. Außerdem ist der Strom in ländlichen Gebieten tatsächlich auch oft noch teurer als in der Stadt. Der Grund sind im Falle Ostdeutschlands die höheren Netznutzungsgebühren, bezogen auf die ländlichen Gebiete findet weniger Wettbewerb statt als in den großen Städten …



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