Ein starkes Stück in der Energiewende

Ein starkes Stück in der Energiewende. Vor den Küsten weht oft eine steife Brise. Das ist seit „Ewigkeiten“ der Fall. Dieser Wind bringt eine Menge Energie mit, die durch Windkrafträder in elektrischen Strom umgewandelt werden kann. Das ist der Grund dafür, dass gigantische Windparks vor den Küsten entstehen. Nach deren Inbetriebnahme sollen diese Generatoren gewaltige Mengen Ökostrom produzieren. Dieses Marktsegment gilt als wesentlicher Wachstumsbereich rund um die erneuerbaren Energien.

Auch Seehunde interessieren sich für die Windparks

Erste Begünstigte dieser „Wälder auf See“ gibt es bereits. Allerdings wollen die gar keinen Strom haben. Im Gegenteil. Einige Seehunde und Kegelrobben haben sich zwischenzeitlich mit diesen „Baumstämmen“ arrangiert. Sie schwimmen auf ihrer Jagd nach Beute mittlerweile gezielt zu den Offshore-Windparks in der Nordsee. Was die Meeressäuger dazu bringt, das so zu tun, ist noch immer unklar. Was die Anlagen letztlich so attraktiv für die Seehunde macht, ist auch für die Forscher noch immer ein Rätsel. Die Forscher kamen hinter die neue Taktik ihres Jagdverhaltens, weil sie sie sowohl an der der britischen als auch an der niederländischen Küste mit GPS-Sendern ausgestattet hatten. So konnten sie die Bewegungen der Tiere gezielt beobachten und dokumentieren. Einzelne Tiere schwammen zur Nahrungssuche tatsächlich zielgerichtet von Anlage zu Anlage. Einige andere dieser Tiere konnten dabei beobachtet werden, wie sie offenbar absichtlich tagelang unterseeischen Pipelines folgten.

Nun läuft der Probebetrieb – bis es richtig losgeht

Es ist interessant zu sehen, wie die Natur mit diesen Veränderungen umgeht. Allerdings ist das nur ein interessanter Nebenschauplatz. Hier geht es um das Politikum der Energiewende. Der Nordsee-Windpark Global Tech I ist nun nach zweijähriger Bauzeit komplett und betriebsbereit. 100 Kilometer vor der deutschen Küste wurde nun die letzte Turbine montiert. Dieses Kraftwerk modernster Machart wird zweifellos zu einer spürbaren Größe in der Welt der Energiewende. TenneT wird diesen Turbinenwald als zuständiger Übertragungsnetzbetreiber voraussichtlich noch im September an die Offshore-Konverterstation BorWin Beta anschließen und damit formell dem Probebetrieb übergeben. Nach der zwingend erforderlichen Testphase, die noch mit dem vierten Quartal dieses Jahres beginnen soll, ist der echte Startschuss für den Jahresbeginn 2015 geplant. Dann leben rund 120.000 Haushalte von diesem umweltfreundlichen Strom.

Ein Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende

Mit der Fertigstellung des Offshore-Windparks ist ein wichtiger Meilenstein der regionalen Erzeugungsstrategie erreicht worden. Im Gegenteil zu manch anderem Objekt wurden hier auch der Zeit- und der Finanzplan eingehalten. Global Tech I wird sich nach Meinung relevanter Fachleute durch seine außerordentlich hohen Winderträge rasch bezahlt machen. Der Darmstädter Betreiber hat bis heute in Summe rund 830 Millionen Euro in die erneuerbare Energien und zeitgemäße Gaskraftwerke investiert. Dabei schlägt de Prozent-Anteil am Offshore-Windpark Global Tech I natürlich als bisher größter Posten zu Buche. Auch die energetische Bilanz sieht beeindruckend aus. Aktuell hat die HSE vier Solarparks, 14 Windparks und 129 PV-Anlagen. Diese befinden sich konsequent auf Dachflächen. Auf diese bunte Palette der alternativen Energieerzeugung gehören hier auch vier Biogasanlagen, die mit einer Gesamtleistung von 290 MW aufwarten. Die sind zum Teil noch im Bau oder bereits in Betrieb. Das aktuelle ein 400-Megawatt-Windkraftwerk wurde nun bei einer Meerestiefe von rund 40 Metern in einer beispielhaften Präzisionsarbeit erreichtet. Das ist einfach eine technologische Meisterleistung. Auf den Erfahrungen der Errichtung und des Betriebes wird man viel für weitere Projekte ableiten können. Am Ende trägt jede einzelne Turbine zur Energiewende bei. Ungeachtet dessen bleibt es natürlich Sache der Haushalte, mit Energie in jeder Form respektvoll umzugehen.



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