Trend zur Rekommunalisierung des Strommarktes

Seit mehr als zehn Jahren ist der Strommarkt nun liberalisiert. Doch es zeichnet sich ein Trend ab: Die Rekommunalisierung. So gewinnt der Staat allgemein wieder mehr Einfluss auf dem Markt und auch die Kommunen sind wieder stärker im Geschäft. Die Konzessionen, mit denen die Gas- und auch die Stromnetze an die Konzerne verpachtet wurden, laufen aus. In den kommenden Jahren soll nach Angaben der Bundesnetzagentur in Großteil dieser Verträge auslaufen. Künftig sollen die Netze wieder unter eigener Regie betrieben werden.

Stadtwerke auf dem Vormarsch

Doch nicht nur bei der Netzbetreibung, sondern auch bei der Energie-Erzeugung selbst wächst die Bedeutung der Kommunen. Erst im letzten Monat haben sechs Stadtwerke den fünfgrößten Stromerzeuger in Deutschland, Evonik, übernommen. Die kommunalen Unternehmen sind im Kommen. Seit 2007 wurden über 30 Stadtwerke neu gegründet, wie der Verband kommunaler Unternehmen angibt. Darüber hinaus konnten ungefähr 100 alte Konzessionsverträge neu gewonnen werden. In Hamburg gibt es beispielsweise bereits seit 2009 „Hamburg Energie“; das städtische Unternehmen will bald mit der Produktion von Ökostrom beginnen. Darüber hinaus ist in Berlin für dieses Jahr die Gründung eines neuen kommunalen Versorgers vorgesehen. Laut dem Verband kommunaler Unternehmen seien hier die heimische Wirtschaft sowie die Nähe zu den Kunden entscheidend.

Trend der Rekommunalisierung

Über den Trend der Rekommunalisierung selbst gibt es verschiedene Meinungen. Die Kritiker sehen diesen als einen Rückschritt in alte Zeiten, in Zeiten vor der Liberalisierung des Strommarktes. Des Weiteren wird in Frage gestellt, wie es bei den knappen Kassen der Kommunen gelingen soll, die so dringend benötigte Modernisierung der Netze zu finanzieren. Bei den Energiekonzernen selbst zeigt man sich gelassen. Man verliere zwar ab und zu einige Konzessionen, so der Energiekonzern E.ON, doch die Mehrzahl der Verträge bestehe und bleibe auch bestehen. RWE gesteht jedoch ein, man spüre den Wettbewerb mittlerweile.



1 Kommentar

Dobbert Karin

wir haben 3 Stromzähler, ich konnte aber nur einen Zählerstand eingeben
die beiden anderen lauten 20.562 und 36.928

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