Stromanbieter mit Vorauszahlungen werden kritisiert

Ist man auf der Suche nach möglichst günstigen Stromtarifen, so wird man schnell feststellen, dass viele dieser besonders preiswerten Angebote nach dem Prinzip der Vorauskasse oder mit einer sogenannten „Kaution“ aufgebaut sind. Bei derartigen Tarifen mit Vorauskasse ist es üblich, dass der Strom beziehungsweise das Gas bereits für das gesamte nächste Jahr im Voraus bezahlt wird. Enthält ein Tarif eine Kaution,  so wird beim Anbieter für die Länge des Vertrags eine gewisse Summe hinterlegt. Dafür verspricht der Anbieter, die Preise nicht anzuheben. Allerdings sind Energieversorger, die Tarife mit diesem Prinzip anbieten, derzeit in der Kritik. So warnen beispielsweise die Verbraucherzentralen davor, Vorauszahlungen oder aber eine Kaution zu leisten, denn sollte der entsprechende Anbieter insolvent gehen, so ist das vorgestreckte Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit  verloren. Es gibt insgesamt 76 Stromanbieter (nach Angaben des unabhängigen Verbraucherportals Verivox), die einen Tarif mit Vorauskasse anbieten. Über 50 Prozent dieser Energieunternehmen sind kommunale Grundversorger oder aber Vertriebstöchter von diesen.

Das letzte Mal, dass ein nach diesem Modell aufgebauter Energieanbieter Insolvenz beantragen musste, war im Jahr 2002 bei der Pleite von „Ares energie direkt“. Momentan sind jedoch Gerüchte im Umlauf, der Energieversorger Teldafax habe große finanzielle Schwierigkeiten. Die entsprechenden Medienberichte werden allerdings von Teldafax selber als falsch und eine Medienkampagne bezeichnet, durch welche ein Verkaufsprozess des Unternehmens sabotiert werden solle. Ob Teldafax vor der Pleite steht, ist momentan ungewiss. Die Bundesnetzagentur konnte – wie bereits vor einigen Tagen berichtet – keinerlei finanzielle Unregelmäßigkeiten beim Energieversorger feststellen. Sollte das Unternehmen tatsächlich Insolvenz anmelden müssen, würde dies nicht bedeuten, dass die Gas- oder Stromversorgung der Kunden von Teldafax unterbrochen wird, denn der kommunale Grundversorger ist laut Gesetz dazu verpflichtet, die Versorgung zu übernehmen.



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