Sonderkündigungsrecht bei Erhöhung der Strompreise

Zum Jahreswechsel werden viele Stromanbieter ihre Preise erhöhen. Begründet werden diese Erhöhungen in der Regel mit der im Erneuerbare-Energien-Gesetz vorgesehenen und zum 01. Januar ansteigenden Umlage für die Subventionierung der erneuerbaren Energien. Allerdings müssen sich die Stromkunden diesen Preisanstieg nicht gefallen lassen, denn es gibt oftmals deutlich günstigere Anbieter unter den Konkurrenten des derzeitigen Versorgers. Außerdem gibt es ein Sonderkündigungsrecht bei Erhöhung der Strompreise. Dazu rät auch die Verbraucherzentrale NRW, da aufgrund der angekündigten Preiserhöhung die davon betroffenen Stromkunden ohnehin ein Sonderkündigungsrecht haben.

Kündigungsschreiben schnell versenden

Man könne beispielsweise in einen günstigeren Tarif des Grundversorgers wechseln oder sich aber gleich für einen neuen und noch preiswerteren Anbieter von Strom entscheiden. Doch wer wechseln will, sollte dies schnell tun: Das Kündigungsschreiben muss beim Stromanbieter bis spätestens zum 30. November eingereicht werden. Bei einem Wechsel lassen sich – abhängig vom bisherigen und dem neuen Tarif – bis zu 150 Euro jährlich sparen, rechnet die Verbraucherzentrale vor.

Für den Wechsel dürfen keine Entgelte verlangt werden

Für den Wechsel des Versorgers wurden von der Zentrale einige Tipps zusammengestellt, welche beim Umsteigen helfen sollen. Wichtig ist dabei, sich klarzumachen, dass die Zeit zur Kündigung im schlimmsten Fall gerade einmal knappe zwei Wochen beträgt, denn die Preiserhöhung muss per Post vom Versorger bis zum 20. November mitgeteilt werden; für die Kündigung (per Brief, Fax oder E-Mail) hat der Verbraucher dann – wie bereits erwähnt – bis zum Ende des Monats Zeit. Für den Wechsel dürfen keine Entgelte verlangt werden, darüber hinaus ist auch ein Austauschen des Stromzählers nicht notwendig.

Strompreisvergleich nach dem Jahresverbrauch erstellen

Bei der Auswahl des neuen Stromtarifs ist der jährliche Verbrauch von großer Bedeutung, denn bei einem Strompreisvergleich wird stets nach dem Jahresverbrauch gefragt, um basierend auf diesem – sowie auf der Postleitzahl – alle infrage kommenden Tarife auflisten zu können. Des Weiteren empfiehlt die Verbraucherzentrale, bei einem neuen Stromvertrag eine Vertragslaufzeit von maximal einem Jahr nicht zu überschreiten; so bleibt der Kunde immer flexibel und kann bei Bedarf auf einen anderen, noch günstigeren Anbieter umsteigen.



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