Energieunternehmen bieten vermehrt Handwerks-Dienstleistungen an

Die möglichen Gewinne aus dem Verkauf von Strom und Gas scheinen herkömmlichen Energieunternehmen nicht mehr auszureichen. Stattdessen soll die Tätigkeit ausgeweitet werden, was zur Folge hat, dass viele dieser Versorger Dienstleistungen anbieten, die eigentlich in das Aufgabenfeld von klassischen Handwerkern fallen würden. Der Grund dafür sind die sinkenden Gewinne, die sich nur durch das Verkaufen von Gas und Strom erzielen lassen. Auf den entsprechenden Märkten wird der Konkurrenzkampf immer härter, außerdem greift der Staat vermehrt regulierend ein.

Handwerks-Dienstleistungen von Energieunternehmen

Sehr viele Möglichkeiten bieten sich für die verschiedenen Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien. So sind beim Regionalversorger Badenova (Freiburg) beispielsweise Mikro-Blockheizkraftwerke erhältlich, welche auch direkt vom Unternehmen – und nicht etwa von einem örtlichen Handwerker – eingebaut werden. Badonva übernimmt dabei die Beratung der Kunden. Die Planung des Vorhabens und die Inbetriebnahme sowie die spätere Wartung der Kraftwerke sind im Angebot bereits enthalten; auch an die Versicherung wurde gedacht. Andere Energieversorger bieten Ähnliches an oder aber beschäftigen sich mittlerweile mit der Planung entsprechender Projekte.

Frank Brachvogel vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (kurz BDEW) bestätigte gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstagausgabe), dass es sich beim Anbieten von Energie mitsamt sämtlichen dazugehörigen Dienstleistungen um einen „klaren Trend“ handle. Das wirkt sich allerdings negativ auf die kleinen Handwerksbetriebe aus, die für diese Dienstleistungen nicht mehr infrage kommen. Vor allem deshalb, weil die Versorger mit Partnern von außerhalb zusammenarbeiten. Daher ist es durchaus nachvollziehbar, dass sich diese kleinen Betriebe nun gegen die Angebote der Energieversorger auflehnen. Ihre Argumentation: Die städtischen Energieunternehmen dürften nur dann über die „Daseinsvorsorge“ wie Energielieferung hinausgehen, wenn die privaten Anbieter deutlich teurer oder aber qualitativ schlechter sind.



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