Der Wettstreit der Energien

Sonne ist ein erfolgreicher Stromlieferant

Der Wettstreit der Energien

Der Wettstreit der Energien. Laut neuer Studien werden die regenerativen Energiequellen ab 2040 ca. 20% der weltweit benötigten Primärenergie liefern. Schon 2012 soll danach der Anteil von 13 Prozent p.a. auf 19 Prozent wachsen, so heißt es jedenfalls im „World Energy Outlook 2014“. Den wiederum hat die internationale Energieagentur (IEA) im November vorgelegt. Die „Karriere“ der erneuerbare Energien sind laut diesem Bericht einfach glänzend. Bezogen auf die jeweils neu gebauten und angeschlossenen Energiequellen sollen die Erneuerbaren bis 2040 bereits die Hälfte der Netzwerkerweiterung ausmachen.

Die Zeichen klar und deutlich auf Energiewende

Inmitten dieser zum Teil euphorisch anmutenden Schlagzeilen kommen natürlich auch immer wieder glaubwürdige und populistische Zweifler zu Wort. Ungeachtet dessen stehen die Zeichen klar und deutlich auf Energiewende. Obgleich der Ökostrom klar auf dem Vormarsch ist, setzen einige Länder noch immer auf das Atom als Antwort auf den stetig wachsenden Strombedarf. Das kann nicht ohne Folgen bleiben.

Seit der Jahrtausendwende (wann immer die nun auch genau gewesen sein mag) ist die auf das Jahr bezogene neu installierte Leistung von Windkraft- und Solaranlagen, Wasserkraftwerken und anderen alternativen Quellen auf sensationelle120 Gigawatt angewachsen. Daran ist allein die Wasserkraft mit 40 Gigawatt beteiligt. Die Solaranlagen tragen 38 Gigawatt dazu bei und den Rest liefern die Windkraftanlagen. Es ist zwar schwer zu verstehen, dass überhaupt noch konventionelle Kraftwerke gebaut werden, doch deren Wachstum ist letztlich rückläufig. Das rasante Wachstum der alternativen Energiegewinnung ist allem voran den sinkenden Kosten für diese Energieart geschuldet. Das jedenfalls hält die die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) in ihrem Bericht “Rethinking Energy” fest.

Erinnerung an Fokushima und Tschernobyl

Es wirkt in Erinnerung an Fokushima und Tschernobyl schwer nachvollziehbar, dass es immer noch Staaten gibt, die weiterhin und verstärkt auf konventionelle Energien setzen. Die Anführer dieser Liste sind interessanterweise Frankreich und die USA. Grundsätzlich ist Frankreich ja eigentlich ein Energieexportland, doch echte Spitzenverbrauchssituationen kann das Land dann möglicherweise doch nicht abdecken. Bei der Energieversorgung scheint es einen neuen Trend zu geben. Einer Umfrage zufolge wollen knapp 70 Prozent der befragten Deutschen wenigstens einen Teil ihres Energiebedarfs selber erzeugen. Gleichzeitig sehnen sich gute 80 Prozent die Situation herbei, von den großen Energiekonzernen einfach unabhängig sein zu können. Das ergab die Umfrage „Energie-Trendmonitor 2014“. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger repräsentativ befragt. Dazu trägt die mittlerweile klassisch gewordene Photovoltaik-Anlage auf Dach schon bei. Damit ist wenigstens ein Stück Unabhängigkeit gewonnen.

Sonnenstroms wird gar nicht vor Ort genutzt

Im Schnitt werden rund 70 Prozent des privat selbst erzeugten Sonnenstroms gar nicht vor Ort genutzt. Da Strom aber irgendwo bleiben muss, wird er ins öffentliche Netz eingespeist. Da muss der nächste Schritt fast zwangsläufig das Ziel haben, den geernteten Sonnenstrom verstärkt und sinnvoll im eigenen Haushalt zu nutzen. Es spielt eigentlich gar keine Rolle, von welcher Seite aus man es betrachtet, am Ende steht ein modernes Energiemanagement im Mittelpunkt aller energetischen Effizienz. Das ist dann auch der Grund dafür, dass die Stromerzeugung im privaten Bereich mit der Heizanlage und den elektrisch betriebenen Verbrauchern vernetzt wird. So werden beispielsweise die Warmwasserspeicher vom günstigen Sonnenstrom über die Wärmepumpe aufgeladen. Auch der Geschirrspüler in der Küche bekommt seinen Strom vom Dach. Ein weiterer Vorteil für die privaten Haushalte ist der sinkende Preis für den privaten Solarstrom.

Über den deutlich besseren Wirkungsgrad einer modernen Heizungs-Wärmepumpe gegenüber seiner klassisch fossil- betriebenen Ahnen muss man an der Stelle schon fast nichts mehr sagen. Die Energiebilanz sieht nach Umstellungen dieser Art vollkommen anders aus. Mit dem Strom vom Dach wird die Wärmepumpe schon heute komplett CO2-frei betrieben. Der Primärenergieeinsatz liegt bei „Null“. Außerdem liegt in diesen Dingen auch noch eine enormes Potential dafür von den Gasimporten unabhängiger zu werden.

Energiewende der privaten Haushalte

Die Energiewende der privaten Haushalte spielt sich zwar im Wesentlichen auf den bundesdeutschen Solardächern ab, doch mittlerweile sind auch diese Anlagen miniaturisiert worden und so als Mini-Solarkraftwerk für den Balkon oder die Terrasse geeignet. Diese rund 80 mal 160 Zentimeter großen Flächen können in beliebiger Anzahl aufgestellt und einfach mit einem Schutzkontakt-Stecker an eine der ganz normalen Steckdosen angeschlossen werden. Ein Wechselrichter übernimmt dann das Einspeisen der erzeugten Energie in den Haushaltskreislauf. Bei rund 900 Sonnenstunden können so zusätzlich um die 180 Kilowattstunden Strom jährlich gewonnen werden.



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