Strom aus Abfall der besonderen Art

Wer kennt sie nicht, die großen weißen Fahnen aus den Kühltürmen von Kraftwerken. Das sind keine Rauchwolken von der Verbrennung der Kohle …. Es ist purer Wasserdampf. Wärme, die einfach nur abgeleitet wird und keinerlei wirtschaftlichen Nutzen mehr abgibt. Genau dasselbe passiert in den Auspuffrohren der fahrenden Kraftfahrzeuge. Auch hier werden heiße Abgase durch das Auspuffrohr ungenutzt abgeleitet. Dresdner Forscher stellen auf der Hannover-Messe passgenaue Wärmezellen vor, die aus dieser bislang ungebrauchten Energie Strom gewinnen können

An der Grenze zwischen heiß und kalt

Diese überschüssige Wärme lässt sich nämlich hervorragend nutzen, um ohne Umwege daraus Strom zu produzieren. Es sind Wärmezellen, sogenannte thermoelektrische Bauteile. Sie müssen nur so positioniert werden, dass sie auf einer Seite heiß werden und auf der anderen Seite kalt bleiben. Beim Kühlturm könnten das der heiße Wasserdampf und die kühlere Betonwand sein. Werden die Zellen dort am Turminneren angebracht, spielt sich in den thermoelektrischen Generatoren folgendes ab: Sobald es innerhalb der Zellen einen Temperaturunterschied gibt, wandern negativ geladene Elektronen von der heißeren zur kälteren Seite des kleinen Generators. Durch eine innen und eine außen sitzende Elektrode entsteht ein Stromkreislauf, aus dem elektrische Energie zum Verbraucher abgeleitet wird.

Passgenau aus dem 3D Drucker

Zur Produktion wird erstmals keine formgebende Presse oder ein Spritzguss eingesetzt. Es ist der relativ neue 3D Druck, der diese Teile produziert. So werden die thermoelektrischen Generatoren für jeden Einsatz passgenau hergestellt. Solch ein passgenaues Teil kann auch in einem Autoauspuffrohr seine Arbeit tun und die Lichtmaschine praktisch ersetzen. Bei voller Fahrt könnte eine Wärmezelle am Auspuff so viel Strom erzeugen, wie ein Staubsauger verbraucht.

Auf die störungsanfällige Lichtmaschine können die Autokonstrukteure dann künftig ganz verzichten, denn Strom erzeugen die Zellen wahrlich genug: Bis zu 600 Watt Leistung haben die Forscher schon am Abgasstrang eines Autos erzeugt.

Thermoelektrische Generatoren sind nicht wirklich neu, aber diese hatten bisher neben der komplizierten Formgebung einen weiteren Nachteil: Sie waren wegen ihres Bleianteils giftig. Die neuen Wärmezellen sind hingegen aus einem ungiftigen, elektrisch leitenden Kunststoff gefertigt.
gefertigt.Bleianteils giftig. Die neuen Wärmezellen sind hing



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