WM per Solar-TV in Südafrika

Gestern begann um 16.00 Uhr die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Die Euphorie im Land des Gastgebers ist groß – auch nach dem 1:1 im Auftaktspiel gegen Mexiko. Doch nicht alle Menschen in Südafrika erreicht der Wirbel um das Großereignis. Im Hinterland gibt es noch viele Dörfer, die über kein Stromnetz verfügen und daher auch keine Möglichkeit haben, Bilder von den Spielen des großen Turniers, auf das schon so lange hingefiebert wurde, zu empfangen. Doch der Solarkonzern „SolarWorld“ aus Bonn will hier helfen: Das Unternehmen installiert in Dörfern in Südafrika sowie in Namibia, in denen noch kein Stromnetz existiert, TV-Stationen, die über Solar betrieben werden. Damit haben auch ärmere Dörfer die Möglichkeit, an diesem faszinierenden Ereignis in Südafrika teilhaben zu können. Bis jetzt wurden bereits 35 solcher TV-Stationen errichtet.

solarbetriebene TV-Station

Jede dieser solarbetriebenen TV-Station verfügt über einen Flachbildschirm und einen DVD-Player. Für die Stromversorgung sind Hocheffizienzmodule angebracht. Empfangen werden die TV-Programme über eine Satellitenschüssel; diese ist nicht nur für Sport-, sondern auch für Bildungs- und Kinderkanäle freigeschaltet. Entweder wurden die TV-Stationen auf dem Dorfplatz aufgestellt oder aber man übergab sie an Einrichtungen wie beispielsweise Kirchen. Für dieses große Projekt konnte SolarWorld auch einige prominente Paten gewinnen – dazu gehört beispielsweise der deutsche Nationalstürmer Lukas Podolski. Auch Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund und bei der WM als Experte für RTL vor Ort, ist einer der Paten. Darüber hinaus gehören Klopps Frau, die Autorin Ulla Klopp, Regisseur Sönke Wortmann (u. a. „Deutschland – ein Sommermärchen“), Sänger Peter Maffay, Schauspielerin Larry Hagman sowie die ehemalige Fußball-Nationalspielerin Steffi Jones (jetzt die Präsidentin des Organisations-Komitees für die Frauen-WM 2011 in Deutschland)  zu den Paten dieses Projekts. Die TV-Stationen dürfen die Dörfer nach dem Finale der Weltmeisterschaft am 11. Juli behalten.



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