Fraunhofer-Gesellschaft und S’Tile SA: Neue Wege in der Solartechnik

Das französiche Unternehmen S’Tile SA hat der Meldung nach ein Verfahren entwickelt, bei dem wirkungsvolle Solarzellen nicht nur kostengünstiger, sondern auch aus einer viel dünneren Trägerschicht produziert werden können.

Kooperation mit renommiertem Partner

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat dazu nicht nur eine entsprechende Schlüsseltechnologie entwickelt, sondern beteiligt sich auch mit einem nennenswerten, sechsstelligen Betrag an diesem innovativen Unternehmen. Daraus ergibt sich ein entscheidender Synergie-Effekt, der dieser vielversprechenden und absolut zukunftsträchtigen Technologie neue Möglichkeiten eröffnet.

Wer ist S’Tile SA

S’Tile SA aus Poitiers, Frankreich, wurde 2007 von Prof. Alain Straboni gegründet. Die Absicht dahinter war in der Tat die Entwicklung neuer Wege in der Solarzellenherstellung. Im Ergebnis fertigt S‘Tile Waferäquivalente. Hierzu wird auf einem Substrat aus preiswertem Siliziumpulver eine photoaktive Schicht aus Silizium abgeschieden wird. Die so entstandenen Waferäquivalente entwickeln einen Wirkungsgrad, der konventionellen Solarzelle nicht viel nachsteht. Aktuelle Prototypen erreichen gar einen Wirkungsgrad von bis zu 14 Prozent auf. Das läßt die Entwickler aber nicht Ruhen. Innerhalb der nächsten vier Jahre soll ein Wirkungsgrad von bis zu 20 Prozent erreicht werden. Diese Kombination aus den Kostenvorteilen in der Produktion und der hohen Effizienz der kristallinen Technologie ist es, die hochwirksame Solarzellenmodule künftig deutlich billiger auf den Markt bringen kann.

Die Technik ist produktionsreif

Nachdem die Ingenieure von S’Tile ein beträchtliches Know-how aufgebaut haben, soll nun die Fertigung der Waferäquivalente folgen. Da eine solche Aufgabe aber nicht im Alleingang zu bewältigen ist, wurde ein Konsortium aus Investoren aus Industrie und Finanzwirtschaft zusammengestellt. Die Umsetzung dieses Plans hat einen kalkulierten Finanzbedarf von etwa 18 Millionen Euro. Dabei spielen die Investoren aus der verwandten Industrie eine wichtige Rolle, die in der neuen Technolgie große Zukunftschancen sehen.

Was die Forschung und Entwicklung betrifft – dabei ergänzen sich die Technologien von S‘Tile und dem Fraunhofer ISE zur Herstellung von Waferäquivalenten ideal. Dabei bringt die  Technologiezusammenführung auch klare Vorteile für den Markt. Das Unternehmen hat eine mögliche Reduktion der Herstellkosten von etwa 40 Prozent kalkuliert. Das Fraunhofer Venture hat das Fraunhofer ISE und S’Tile während der Finanzierungsplanung begleitet und die administrativen Aufgaben der Beteiligung komplett übernommen. Am Ende soll der Endverbrauer mit günstigen Investition in seinen Eigenstrom wirtschaftlich überzeugend produzieren können.



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