Eine revolutionäre Innovation der Stromspeicher

Energieversorger WEMAG auf dem Weg zum Energie-Pionier. Er betritt Neuland mit Innovationen, neuen Geschäftsfeldern und neuen Technologien bei der Photovoltaik. ReeVOLT! revolutioniert das Handling rund um die Energie. Es ist mehr als nur eine „andere Batterie“, es kombiniert die Fotovoltaik, die Stromspeicherung und die Elektromobilität mit System. Der Hausbesitzer produziert damit seinen eigenen Ökostrom nach Bedarf. Die WEMAG AG legte jüngst ihr Jahresergebnis aus 2012 nebst der aktuellen Unternehmensstrategie vor. Ihr Gewinn sank in 2012 um eine Million gegenüber den 19,6 Mio. Euro im Vorjahr. Als Gründe dafür nannte das Unternehmen den enormen Margendruck und einen spürbaren Absatzrückgang im Stromgeschäft. Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand der WEMAG AG, erklärte dazu: „Das dennoch gute Resultat des Geschäftsjahres 2012 vermag nicht darüber hinwegzutäuschen, dass der Umbau der Energiewirtschaft immer größere Anstrengungen erfordert“.

Dieser Effekt wird gerade im Netzbereich besonders deutlich. „Im abgelaufenen Jahr erzeugten die im Netzgebiet der WEMAG installierten erneuerbaren Energien 1.463 MWh Ökostrom“, so Thomas Pätzold, technischer Vorstand der WEMAG AG. „Dies entspricht am Verbrauch gemessen einer Ökostromquote von 80 Prozent. Bundesweit sind es nur 25 Prozent“, verglich er. Bereits für das kommende Jahr rechnet das Unternehmen mit einer Quote von über 100 Prozent. Die dafür erforderlichen Investitionen im Bereich des Netzausbaus würden bei den bisherigen Vorgehensweisen allein von den Stromnetzkunden vor Ort getragen. Auch deswegen mahnte Pätzold eine Änderung bei der Weiterverteilung der Investitionskosten an: „Wir wollen den Netzausbau. Aber es geht nicht, dass die Kosten alleine von den Bürgern in unserem Netzgebiet getragen werden. Hier muss eine bundesweite Ausgleichsregelung her.“

Wechseln Sie Jetzt! Mit unserem Top Strompreisvergleich!


kWh
Bis zu 600,- € sparen...
  • Über 900 Stromanbieter im Vergleich
  • Direkt wechseln - einfach, schnell und kostenlos
  • Keine Versorgungslücke

Die Strategie hat einen Namen: Öko. Die WEMAG vollzieht ihren Strategiewandel bereits seit 2010 und richtet sich dabei in Summe konsequent ökologisch aus. Den „Startschuss“ dafür gaben das Ausscheiden von Vattenfall sowie die Übernahme der Aktienmehrheit durch rund 250 Gemeinden in Westmecklenburg und der Prignitz. Die Energiewende hat hat die Richtigkeit des Strategiewechsels in Summe kaufmännisch wie strategisch bestätigt. Durch Innovationen und Konzentration im Kerngeschäft hat sich der Versorger WEMAG nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch bundesweit als Ökostromanbieter am Markt positioniert und den Netzausbau auf den Anschluss der vielen neuen EEG-Anlagen ausgerichtet. Daneben werden Erfolgsnischen genauso besetzt wie Zukunftsfelder. Deutlich wird das unter anderem durch die Investitionen in eigene Ökokraftwerke, Energieeffizienz, Energiespeicher und Elektromobilität. Besonders markant ist dabei der Aufbau einer eigenen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. „Seit 2010 haben wir 18,8 Mio. Euro in die Errichtung von 9,6 MWp regenerativer Erzeugung investiert“, erklärte der dafür verantwortliche Rolf Bemmann, Bis 2015 plane die WEMAG weitere Investition in Höhe von 35 Mio. Euro. Die sollen im Schwerpunkt in Windparkprojekte fließen.

Der Energiespeicher

Die energetische Revolution steckt auch im Energiespeicher. Eine Innovation der besonderen Art ist der von der WEMAG selbst entwickelte Energiespeicher für den privaten Gebrauch. Das zudem kostengünstige Akku-System kann bis zu 5 kWh selbst erzeugten Strom aufnehmen. In Verbindung mit einer dazu passenden Photovoltaikanlage kann so mehr als die Hälfte des Strombedarfs eines Einfamilienhauses aus eigenen Quellen gedeckt werden. Das Unternehmen nennt sein System „ReeVOLT!“ und will es noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Ein weiterer Teil dieser Revolution ist der innovative modulare Aufbau in den, je nach Bedarf, bis zu 16 einzelne Akkus in den Speicher eingesetzt werden können. So kann der Speicher den Bedürfnissen seiner Umgebung und der Nutzer angepasst werden. Dabei handelt es sich um die bekannten und längst handelsüblichen Pedelec-Akkus. „Der ReeVOLT Stromspeicher basiert auf einer revolutionären und geradezu genial einfachen Idee. Die technische Entwicklung übernahm das Schweriner Technologie-Unternehmen Hydyne in Kooperation mit dem Schweizer Pedelec-Produzenten BikeTec.

Batteriekraftwerk

Ein geradezu epochales Projekt ist auch das geplante Batteriekraftwerk in Schwerin. Mit einer Kapazität von beeindruckenden 5 Megawattstunden ist es das bislang größte Projekt seiner Art in Europa. Mit der riesigen und kapazitätsstarken Batterie sollen Stromschwankungen aus der unregelmäßigen Einspeisung erneuerbarer Energien ausgeglichen und gepuffert werden. Unterstützt wird das Vorhaben mit einer Anschubförderung durch das Bundesumweltministerium. Finanzieren soll sich der Batteriepark über die Teilnahme am sogenannten Regelenergiemarkt. Dort wird die  kurzfristige Bereitstellung von Energiereserven vergütet. „Mit dem Batterie-Management-System können wir innerhalb von Sekunden auf Schwankungen reagieren und das Stromnetz stabilisieren“, erklärte Vorstandsmitglied Thomas Pätzold. Bei der Standortwahl seien letztlich die hohe Quote erneuerbarer Energien und die indirekte Anbindung an das 380-kV-Übertragungsnetz ausschlaggebend gewesen.

Energiestraßen

Energiestraßen bringen Bewegung in die E-Mobilität. „Viele unserer Projekte und neuen Geschäftsfelder wären ohne Kooperationen so nicht möglich“, erklärte Caspar Baumgart. In dem Zusammenhang ist auch die Zusammenarbeit mit Elektrofahrzeug-Herstellern oder regionalen Hoteliers von großer Bedeutung. Ein solches gemeinsames Projekt ist die „Energiestraße“, die Hotels in Mecklenburg-Vorpommern vernetzen will, um Elektromobilität attraktiver zu machen. „Für uns als klimaneutrales Hotel ist individuelle Elektromobilität ein wichtiges Herausstellungsmerkmal“, erklärte Christian Petersen abschließend, der als Geschäftsführer des Schweriner Speicherhotels Gastgeber der Pressekonferenz war und einer der „Väter“ der „Energiestraße“ ist.



Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre E-Mailadresse an. Die angegebene E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Bleiben Sie bei Ihren Kommentaren beim Thema und vor allen Dingen freundlich. Beleidigungen und SPAM-Postings in jeglicher Art und Weise, werden von uns kommentarlos gelöscht. Für Kritik und Anregungen geht es hier direkt zum Kontaktformular.