RWE Innogy und Voith Hydro installieren Meeresströmungsturbine

RWE Innogy wird gemeinsam mit dem Unternehmen „Voith Hydro“ vor der Küste Schottlands eine Gezeitenströmungsturbine installieren. Es ist vorgesehen, dass ab dem kommenden Jahr für zwei Jahre ein Testbetrieb dieser Turbine gestartet wird. In diesen zwei Jahren sollen von der Meeresströmungsturbine um die 1800 Megawatt Strom pro Jahr produziert werden. Um dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, müssen knapp 12 Millionen britische Pfund investiert werden. 1,7 Millionen Pfund werden dabei von der britischen Regierung zur Verfügung gestellt. Doch wie RWE in einer Pressemeldung bekannt gab, sind derart hohe Investitionskosten nur am Anfang notwendig. Sollte der Testbetrieb erfolgreich verlaufen und diese Art von Turbinen daraufhin in die Serienproduktion übergehen, werden auch die Kosten stark abnehmen.

Potenzial der Meeresströmungen als Energiequelle

Der Vorsitzende der Geschäftsführung bei RWE Innogy, Professor Fritz Vahrenholt, äußerte sich folgendermaßen zu diesem Projekt: „Wir testen vor der schottischen Küste zum ersten Mal einen Prototyp im Bereich Meeresströmung im industriellen Maßstab.“ Dabei sollen wichtige Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie wirtschaftlich diese Technik ist. Auch Dr. Roland Münch von der Voith Hydro Holding zeigte sich zuversichtlich bei der neuen Technologie, denn sein Unternehmen sei „vom Potenzial der Meeresströmungen als Energiequelle überzeugt“. Für den Fall, dass der Testbetrieb zu einem erfolgreichen Ende kommt, gehe man bei RWE derzeit davon aus, bis zum Jahr 2020 weitere Gezeitenkraftwerke in Betrieb nehmen zu können, die eine installierte Leistung von bis zu 100 Megawatt erreichen würden. Diese würden dann jedoch vor allem an der britischen Küste installiert werden, da dort die Strömungen gleichmäßig und zudem stark sind – dem ist beispielsweise in Deutschland nicht so.



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