Stand der Dinge in Sachen Windkraft

Die momentan größte Windkraftanlage leistet 6 Megawatt in einer Nabenhöhe von ca.130m. Bereits Ende 2006 produzierte dieser junge Wirtschaftszweig circa 5 Prozent des gesamtdeutschen Stromverbrauchs. Deutschland liegt bei der Nutzung der Windenergie im internationalen Vergleich auf Platz 1 vor den Staaten Spanien und den USA. 2007 lag die Leistung der Windenergie bei rund 22.250 Mega Watt. Mit diesem Wert ist die Windenergie in Deutschland jetzt vor der Wasserkraft die wichtigste erneuerbare Energiequelle.

Wie funktioniert Windkraft

Im Kern besteht eine Windkraftanlage aus einem Rotor mit Nabe und Rotorblättern (Propeller), einer Maschinengondel (Gehäuse), die den Generator und meistens ein Getriebe beherbergt. Das Ganze ist wie einst bei den alten Windmühlen auch, oben auf dem Turm drehbar montiert. Das Fundament muss entsprechend viel Standsicherheit bieten. Hinzu kommen die Überwachungs-, Regel- und Steuerungssysteme und nicht zuletzt die Netzanschlusstechnik. Das alles kann irgendwo zwischen Gondel und Fundament oder gar außerhalb des Ganzen untergebracht sein.

Die Rotoren haben bei den heutigen Anlagengrößen einen Durchmesser von rund 40 bis 90 Metern. Sie werden in Halbschalen-Sandwitch-Bauweise hergestellt und sind aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Nicht selten bestehen sie sogar aus Kohlefasern als Material für die Rotoren. Der Nachteil von Windkraftanlagen besteht natürlich in der Unplanbarkeit der Winde. Wenn kein Wind weht, wird eben kein Strom erzeugt. In Kombination mit Speicherkraftwerken, wie zum Beispiel Pumpspeicherkraftwerken oder Druckluftspeicherkraftwerken, können diese Anlagen die Stromproduktion sinnvoll ergänzen.

Über Schönheit und Eleganz der Anlagen kann man sicher geteilter Meinung sein, aber Kraftwerke für Kohle oder die Halbkugeln der Atommeiler sind auch keine Augenweide. Letztlich ist diese Form der Alternativenergie in Summe notwendig, um den benötigten Strom zu generieren und das Ausfallrisiko zu streuen.



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