Neuer „Highscore“ bei den regenerativen Energien

Winter und Frühling nehmen nicht nur gefühlt einen bemerkenswerten Verlauf. Die plötzlich viele Sonne und der kräftige Wind haben die erzeugte Menge Strom bei der der Ökostromproduktion in Deutschland auf einen neuen absoluten Höchststand klettern lassen. Am Donnerstagmittag produzierten Windräder und Solaranlagen nach Auskunft der Leipziger Strombörse EEX Strom mit einer Leistung bis an die Marke von 35 900 Megawatt (MW). Mit solchen Werten lag die Ökostromproduktion höher als die Erzeugung in Kohle- und Atomkraftwerken. Die Erwartungen an die Leistung der alternativen Produktion lagen bei bestenfalls 32 600 Megawatt. Der Höchstwert, der am Mittag erreicht wurde entsprach der Leistung von legendären 26 Atomkraftwerken.

Eine Vielzahl an Solaranlagen sorgt für den Boom

Auf diese Weise wurden zeitweise atemberaubende 50 % (+) des gesamten Strombedarfs mit Hilfe von Fotovoltaikanlagen und Windparks abgedeckt. Der damit eingestellte Ökostromrekord in Deutschland lag bei rund 33 000 MW. Ein Grund dafür liegt auch in der massiven Zunahme der Solaranlagen – die so installierte und arbeitende Leistung ist fast dreimal so hoch wie die der neun noch laufenden Atomkraftwerke. Aber leider scheint die Sonne eben nicht immer, sodass in der Praxis im Schnitt noch immer viel weniger Sonnen- als Atomstrom erzeugt wird.

Die Sonnenstunden spielen eine große Rolle

Bereits am Freitag war die Sonne vielfach wieder hinter den so bekannten Wolken verschwunden – und prompt sank natürlich die Stromproduktion: In der Spitze hatte man mit rund 19 000 Megawatt Solar- und Windstrom gerechnet, während zeitgleich aus Kohle-, Atom- und Gaskraftwerken mittags eine Leistung von rund 45 000 MW eingeplant wurde. Am Vortag war deren Leistung in ahnungsvoller Entscheidung 33 300 MW gedrosselt worden. Braun- und Steinkohle hatte letztes Jahr einen Anteil an der Stromerzeugung von insgesamt knapp 45 Prozent – erneuerbare Energien kamen hier in Summe auf 22 Prozent Anteil, Atom auf immerhin16 Prozent.

Ungeachtet der hohen Ökostromproduktion laufen derzeit auch viele Kohlekraftwerke oft auf vollen Leistungstouren. Durch den EU-weiten Verfall der Preise für CO2-Verschmutzungsrechte erlebt Kohlestrom derzeit eine unvorhersehbare Renaissance. Wohl auch deswegen lieferte Deutschland im ersten Quartal 2013 so viel Strom in das Ausland wie selten zuvor und bleibt in der Jahresstrombilanz ein Garant des Stromexports.



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