Ist die Energiewende auch ein persönliches Manöver?

Ist die Energiewende auch ein persönliches Manöver? Den Begriff der „Energiewende“ kennt mittlerweile fast jeder. Nur, wessen Aufgabe und Problem ist das alles eigentlich? In Anbetracht der Bilder aus Tschernobyl und der jüngsten Katastrophe aus Fukushima wird erneut deutlich, wie wichtig dieses Wendemanöver ist – möglicherweise geht es dabei tatsächlich nicht mehr nur um den Strompreis sondern um den Erhalt unseres wunderschönen Planeten. In dem Wort Wende steckt ja auch die Tatsache mit drin, dass es nach vollzogenem Kurswechsel auch tatsächlich nachhaltig in eine andere Richtung weitergeht. Aber wie das bei Wenden so üblich ist, man muss auch mit Gegenwind rechnen.

Kraft der erfolgreichen Energiewende

Die volle Kraft der erfolgreichen Energiewende bekommt jeder zu spüren, der persönlich daran teilnimmt. Dazu zählt natürlich das aktive und bewusste Sparen von Energie. Die konsequente Fortsetzung der persönlichen Energiewende besteht auch darin, die Art der Energiequelle zu wechseln, weg vom Atomstrom und den fossilen Brennstoffen. Die Alternativen dazu heißen Biomasse, Wind- und Wasserkraft, Solarthermie, Geothermie und Fotovoltaik. Wenn die maßgeblichen Wissenschaftler Rechte habe, reicht das alleine noch nicht aus. Die Energiewende kann nach deren Prognosen nur dann wirklich erfolgreich sein, wenn alle den Verbrauch um legendäre 50 Prozent reduzieren. Glücklicherweise lassen uns die Akademiker mit dieser Forderung aber nicht allein. Es gibt durchaus zahlreiche Tipps und Ratschläge, mit deren Befolgung sich jeder Einzelne an der erfolgreichen Verringerung der CO2 – Bilanz beteiligen kann.

Wechsel zu einem Ökostromanbieter

Dazu zählt der Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Diese Maßnahme ist schnell erledigt. Da man keine neuen Kabel gelegt bekommt, muss man zwangläufig davon ausgehen, dass man trotzdem auch Strom aus Atomen und Kohle geliefert bekommt. Wenn die alternativen Stromanbieter allerdings zunehmend die Kunden und damit das Geld bekommen, verändert sich die Landschaft der Stromanbieter trotzdem, nur eben leicht zeitverzögert. Damit kann der einzelne Verbraucher durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter ein wirkungsvolles und nachhaltiges Zeichen setzen. Wer sich also aktiv daran beteiligen möchte, diese Energiewende zum Erfolg zu führen, der kann aus einer großen Anzahl von Ökostromanbietern wählen. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn der Begriff ist keine geschützte Produktbezeichnung, wie wir sie von Bio-Lebensmitteln her kennen. Und der Umweltnutzen des Ökostroms kommt nur dann richtig durch, wenn dieser den konventionell erzeugten Strom aus Kohle und Co vom Markt verdrängt.

WIRRWARR in der Werbung

Es gibt ein großes WIRRWARR in der Werbung. Stromanbieter locken wechselwillige Kunden mit so nobel klingenden Begriffen wie „Ökostrom“, „Klimastrom“, „100 Prozent Erneuerbare“ oder „100 Prozent Wasserkraft“. Das klingt gut. Es klingt aber manchmal auch so, denn längst nicht alle Ökostromtarife halten, was die Werbung da verspricht. In der Angelegenheit verspricht das Siegel OK-Power, an dem auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beteiligt ist, Zuverlässigkeit. Das Grüner Strom-Label Gold und die Liste Eco-Top-Ten des Öko-Instituts Freiburg betrifft das ebenfalls.

Ermittlung von Tarifen

Bei der Ermittlung von Tarifen und dem Vergleich von Angeboten hilft unser Onlineportal. Es werden Angebote aufgelistet, die den strengen Anforderungen des Ökostrom „Siegels“ gerecht werden. Tarife mit Vorkasse sollten von vorn herein vermieden werden. Tarife dieser Art sind grundsätzlich zum Nachteil der Verbraucher. Nebenbei – Ökostromangebote sind definitiv nicht zwangsläufig teurer als Angebote aus der konventionellen Stromerzeugung. Wer aus der gesetzlich geregelten Grundversorgung zu einem preiswertesten Ökostromanbieter wechselt, kann nach offiziellen Berechnungen bist zu 150 Euro jährlich bei gleichbleibendem Verbrauch sparen.

Stromrechnungen selber geben Auskunft

Transparenz ist enorm wichtig. Die Stromrechnungen selber geben Auskunft darüber, wie sich der Tarif des gelieferten Stroms zusammensetzt. Interessant sind in diesem Zusammenhang oft auch die Eigentumsverhältnisse der Energieanbieter. Daraus sind nämlich Verflechtungen mit der Atomwirtschaft ablesbar. So kann die Wende zum Ökostrom mit tatsächlichem Umweltnutzen eingeleitet werden. Auch der Wechselzeitpunkt spielt eine Rolle. Nicht jeder Wechsel ist jederzeit möglich. Da ist ein Blick in den Vertrag mit dem jeweils aktuellen Stromanbieter ein Muss. Kurzfristig zum Monatsende können nämlich nur solch Kunden wechseln, die den Strom über den gesetzlichen Grundversorgungstarif ihres lokalen Versorgers bekommen. Allerdings: Bei der Erhöhung der Preise gilt für alle Kundengruppen ein geregeltes Sonderkündigungsrecht.

Verzicht auf den Stand-by Betrieb

Die Energiewende kann jeder effektiv nach vorne treiben, der den Stromverbrauch in den eigenen heimischen vier Wänden senkt. Dazu gehört der Verzicht auf den Stand-by Betrieb bei vielen Geräten der Unterhaltungselektronik. Auch der Einsatz von Energiesparlampen, LEDs und die auf „Energiediät“ gesetzten Weißgeräte mit ausgewiesener Energiekennzeichnung sorgen für eine Ersparnis im Stromverbrauch. Ein Strom sparendes Konsumentenverhalten bringt ein dickes Plus in den Klima- und Umweltschutz und in die Haushaltskasse des Einzelnen.



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