Eon will erstmals Windstrom speichern

Vielleicht ist es „DER“ Schlüssel zur Regulierung der Alternativen Energien und zum Ausgleich ihrer Versorgungsschwankungen. Dabei handelt es sich um die Umwandlung von Windenenergie in Wasserstoff als speicherbaren Energieträger, um die in ihrer eigentlichen Form nicht speicherbare elektrische Energie doch speichern zu können. Der Versorger Eon plant eine erste Testanlage dieser Technologie in Brandenburg.

Ein Schlussstein der Energiewende wird weiter entwickelt

Das bedeutet einen Entwicklungsschub für „die“ Schlüsseltechnologie zur Beantwortung einer der zentralen Fragen in der Energiewende. Die wetterbedingten Schwankungen in der Produktion der erneuerbaren Energien bereiten Probleme. Heute schon (oder noch) müssen Windräder im Norden tatsächlich dann und wann vom Netz genommen werden, weil der Abtransport der Energie nicht zu schaffen ist.

Ein Wetteifern um den Wettbewerb?

Eon investiert in seine Demonstrationsanlage mit zwei Megawatt Stromverbrauch gut 5 Mio. Euro. Sie soll stündlich 360 Kubikmeter Wasserstoff erzeugen, den der Gasnetzbetreiber Ontras abnimmt. Eine weitere, noch größere Anlage baut Audi im Emsland. Während es dem Autobauer um klimaneutrale Mobilität geht, will Eon in Brandenburg Betriebserfahrung in der Energiespeicherung sammeln.

Ein revolutionärer Gedanke auf dem Energiemarkt

RWE hatte kürzlich ebenfalls seine Interessenlage in Sachen Solarstrom verkündet. Dramatische Kostensenkungen machten eine Neubewertung erforderlich, sagte der designierte RWE-Chef Peter Terium. „Wir brauchen keine Neubewertung der Fotovoltaik vorzunehmen, wir haben immer auf dem Schirm gehabt, dass es hier zu deutlichen Kostensenkungen kommen kann.“

Eon als Vorreiter bei Schwarmkraftwerken

Eon sucht sehr pragmatisch nach Geschäftsmodellen, die die Marktbedeutung des Konzerns in der sich dezentralisierenden Energiewelt der Zukunft sichern. „Warum sollten wir nicht Eigentümer, Planer, Errichter und Betreiber kleiner Solaranlagen werden, die im Zweifel auch auf dem Grundstück unseres Kunden stehen?“, fragte Maubach (EON) rhetorisch. „Das kann bei Kraft-Wärme-Kopplung oder anderen dezentralen Technologien zur Stromerzeugung genauso funktionieren.“ Dahinter steckt die Idee der sogenannten Schwarmkraftwerke, wie sie auch unter der Flagge von VW propagiert werden.



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