Stromversorgung aus erneuerbaren Energiequellen bis 2050

Der Traum aller Ökostrom-Befürworter sieht so aus, dass bei der Energiegewinnung lediglich erneuerbare Quellen eingesetzt werden. Bis dies so weit ist, kann noch einige Zeit vergehen; doch allzu viel Zeit dürfte dieser Prozess auch nicht mehr in Anspruch nehmen, wie Professor Martin Faulstich (Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen) dem Umweltausschuss des Deutschen Bundestages vorrechnete. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat Szenarien präsentiert, welche vorsehen, dass Deutschland bis zum Jahr 2050 zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen bezieht – und das alles bei hoher Versorgungssicherheit, denn diese sei zu jeder Stunde im gesamten Jahr gewährleistet.

Strombedarf überschreitet vorhandenes Potenzial an erneuerbaren Energien

Dabei betonte der Sachverständigenrat, dass derzeit der Strombedarf das vorhandene Potenzial an erneuerbaren Energien noch um ein Vielfaches überschreite; zudem schwanke auch das Stromangebot, welches aus Sonnen- und Windenergie gewonnen werden kann. Deshalb müssten Speicher und Netze gebaut werden, in denen der Strom gespeichert werden kann, um somit die Nachfrage zu decken. Deshalb schlägt der Sachverständigenrat eine Zusammenarbeit mit den skandinavischen Staaten, zum Beispiel Schweden oder Norwegen, vor. Die entsprechenden Rechnungen des SRU (Abkürzung für Sachverständigenrat für Umweltfragen) sehen zudem die derzeit viel diskutierten Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke als nicht notwendig an. Auch der Bau von neuen Kohlekraftwerken mit Kohlendioxidabscheidung sei nicht nötig. Dies hätte auch den Grund, dass man konventionelle Kraftwerke auf längere Sicht gesehen nicht mit der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energiequellen kombinieren kann, da man deren Leistung nicht so schnell wie nötig an eventuelle Schwankungen bei der Sonnen- und Windenenergie anpassen kann.



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