Startschuss für die Wasserstoffwirtschaft gefallen

Der Startschuss für die deutsche Wasserstoffwirtschaft ist gefallen

So ganz klar, verständlich und nachvollziehbar waren die regulatorische Fragen nicht, die das Projekt verzögert haben. Doch nun ist es tatsächlich so weit. Greenpeace Energy ist es in Zusammenarbeit mit dem Windenergie-Unternehmen ENERTRAG gelungen, den Startschuss für den Anschluss eines wasserstofferzeugenden Hybridkraftwerks an das Erdgasnetz  abzufeuern. Das war ursprünglich schon für 2012 geplant. Bei so hochinnovativer Technik gibt es aber leider überhaupt keine Erfahrungswerte, auf die man zurückgreifen konnte. Daraus ergab sich die erlebte Verzögerung bis 2013.

Windgas soll die Energiewende ermöglichen

Ab 2014 sollen bereits etwa 8.000 Greenpeace Energy Kunden mit diesem klimafreundlichen „Windgas“ versorgt werden können. Das absolut neuartige daran ist, dass hier mittels Elektrolyse Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt und aufgespalten wird. Der Wasserstoff ist dabei der gewünschte Energieträger. Die für diese Spaltung nötige Energie kommt nicht etwa aus einem Atomkraftwerk sonder aus der Windkraft. Aus der Kombination von Windenergie und Wasserstoff ergibt sich dann auch der Name der Energie: „Windgas“. Der Produzent behauptet natürlich, dass „Windgas“ einer der wichtigsten Bausteine für das Gelingen der Energiewende in Deutschland ist.

Windgas bietet tatsächlich Vorteile

Windgas hat tatsächlich das Potenzial zum Star der Energiewende. Das liegt daran, dass Windgas im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien sehr leicht zu speichern ist. Die Speicherung geschieht dabei über das Erdgasnetz selbst, sodass auch keine neuen und kostspieligen Speicher gebaut werden müssen. Die Speicherung von Energie ist eines der Kardinalprobleme der Energiewende. Durch die Fluktuation der zentralen erneuerbaren Energieträger Solarkraft und Windenergie wird die Speicherung von Strom oder Wärme in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Ein zu hundert Prozent auf regenerativen Energieträgern basierendes Wirtschaftssystem bedingt sinnvolle Speichermechanismen, darin sind sich beinahe alle Experte einig. Die Wasserstoffwirtschaft ist eine Möglichkeit dem Speicherproblem zu begegnen. Daneben sehen Experten viel Potenzial im Bereich flexibler Biogaserzeugung und effizienteren mechanisch potenziellen Speichern. Das zukünftige Energiespeichersystem wird wahrscheinlich ein Mix aus verschiedenen Technologien sein. Es wird sich zeigen, ob dies der richtige Weg sein wird.



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