Energietage anno 2014

Energietage anno 2014. Das Wort Metropole kommt aus dem altgriechischen und bedeutet wörtlich „Mutterstadt. Was eine Metropole so ganz genau ist, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. In der Regel sind es Millionenstädte. In jedem Fall steht die Bedeutung der Stadt im Vordergrund. Spätestens da wird klar, dass Hamburg auch per Definition eine Metropole ist. Genau hier präsentierten sich im März rund 100 Aussteller aus den politisch und wirtschaftlich bedeutsamen Bereichen des energetischen Bauens. Modernisierung, Energieversorgung, Energiespeicherung und nicht zuletzt die E-Mobilität waren hier die Themen, die viel Beachtung fanden. Die Tatsache, dass die Besucherzahlen hinter den Erwartungen blieben, scheint dabei eher eine Randnotiz zu sein.

Viele Institutionen und Verbände der lokalen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft nutzten auch den begleitenden Fachkongress. Mit einem engagierten Blick nach Berlin bezogen sie deutlich Stellung gegen eine drohende Überregulierung nebst kurzfristiger Förderpolitik vor dem Hintergrund des energetischen Bauens zu beziehen. Sanierungen kosten Geld. Manches Objekt lässt so massive Investitionen aber unwirtschaftlich erscheinen. So wurde besonders hier voller Sorge der Fokus auch darauf gelenkt, dass der Immobilienbereich eine deutliche soziale Komponente behalten oder bekommen muss. Diese Meinung vertrat nicht nur Axel Gedaschko, Hamburger Senator a. D. und Präsident GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Günstiger Wohnraum darf nicht weg saniert werden, so der Grundtenor.

Sanierungsinvestitionen

Hauseigentümer in Hamburg planen bist zum Jahr 2018 Sanierungsinvestitionen in Höhe von rund 1 Milliarde Euro. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung. Die geplanten Investitionen beziehen sich hauptsächlich auf den Einbau neuer Fenster, in die Wärmedämmung des Daches und/oder in eine neue Heizungsanlage. Das Aktivhaus Plus ist eine Bezeichnung, die noch immer hoffen lässt. Es ist eine geradezu konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Gebäudestandards. Es produziert ein vollkommen neues Verhältnis zwischen den Nutzern, deren Bedürfnissen und Fähigkeiten und dem bewohnten Gebäude. Energetisch gesehen beschränkt es sich nicht allein darauf, den Energieverbrauch einfach zu minimieren und den Differenzbedarf möglichst autark und ökologisch zu decken. Das Aktivhaus Plus geht ein vollkommen neues, ja fast symbiotisches Verhältnis mit seiner Umgebung ein. Es bezieht die Nutzqualität, den Neubau, den Gebäudebestand sowie die Mobilität schon konzeptionell vollständig mit ein. Ein wahrhaft ganzheitlicher Ansatz.

Dämmung von Wohngebäuden

Wenn man mit Miet- und WEG-Verwaltern nur über die Dämmung von Wohngebäuden spricht, hört man hauptsächlich etwas über die Bildung von Schimmelpilz. Ein tatsächlich leidiges Thema, welches Mieter und Vermieter entzweit. Diese Effekte sind es wohl auch, die dazu führen, dass neben den Energiesparmaßnahmen auch Komponenten und Verhaltensweisen präsentiert werden, die zu einem besseren Wohnklima und trockenen, schimmelfreie Wänden beitragen. Dazu gehören Geräte für die Küche und für das Bad, die so leise und einfach zu bedienen sind, dass sie sicher bald zum selbstverständlich Alltag gehören. Hinsichtlich der Energiepolitik sieht man sich enttäuscht, denn eine Verknüpfung von Wohnungsbau und Energiewende ist bei CDU und SPD nicht wirklich zu finden. Dazu scheint die Thematik zu komplex zu sein.

Über diese Kernthemen hinaus sind hier auch elektromobile Versorgungskonzepte Teil der Präsentationen. Dazu zählen auch Planungshilfen für Bauherren, für Projektentwickler und auch für die Architekten. Darüber hinaus steht die Aussage, dass Neubau- und Sanierungsprojekte künftig so geplant und natürlich realisiert werden müssen, dass die Bewohner fast übergangslos und vollkommen unkompliziert von der viel gepriesenen Elektromobilität Gebrauch machen können. Dazu kann es auch zählen, dass die Batterie eines Elektroautos Produktionsschwankungen einer Solaranlage mit abfedert. Andererseits kann eine Brennstoffzelle im Auto auch zur Stromversorgung des Hauses mit beitragen. Vieles ist bereits möglich. Es muss aber auch noch Vieles entwickelt, erfunden und an Problemen gelöst werden. Damit haben die Ingenieure eine wahrhaft historische und heroische Aufgabe vor sich. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als darum, die energetischen Weichen für die Zukunft zu stellen.



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