Heizen mit Holz – Was passiert eigentlich, wenn Holz verbrennt?

Heizen mit Holz

Heizen mit Holz – Was passiert eigentlich, wenn Holz verbrennt?

Wer seine Wohnung oder sein Haus während der kalten Jahreszeit gut mit Holzfeuer heizen kann, der weiß welch wunderbare Wohlfühlwärme von diesen Öfen ausgeht. Die Zeiten, in denen das Bild mit dem schweren Rauch von Kaminöfen aus den Schornsteinen kam, ist auch in Deutschland längst Teil der Geschichtsbücher. Das verträgliche Heizen für die Umwelt mit Holz ist längst kein Widerspruch mehr. Nachwachsende Rohstoffe haben ein hohes Maß an Umwelt – Verträglichkeit und sind geeignet energiepolitische Auflagen zu erfüllen.

Was passiert eigentlich, wenn Holz verbrennt?

Die Erklärung aus dem Lexikon ist wie so oft etwas trocken. Diese literarische Wissenssammlung bringt es mit einer „unter Flammenbildung verlaufende Oxidation“ schon sehr sachlich aber kompetent auf den chemischen Punkt. Als Ergebnis dieser Verbrennung wird Energie als Wärme und Licht abgegeben. Im Idealfall bleiben nur CO2 und Asche zurück. Holz an sich ist aus der ökologischen Sicht eigentlich nur gespeicherte Sonnenenergie. Holz benötigt bei seiner Entstehung als Baum Kohlendioxid und gibt per Fotosynthese guten Sauerstoff wieder ab. Bei der Verbrennung wird genau dieselbe Menge CO2 frei, wie der Baum beim Wachsen aufnimmt. Diese Tatsache allein macht schon deutlich, wie umweltfreundlich das Heizen mit diesem Brennstoff ist. Hinzu kommt, dass dieser Energieträger zu der klassischen regenerativen Energieträgern zählt. Somit ist das Heizen mit Holz eine der ältesten Methoden, seinen Wohnbereich zu wärmen und zugleich eine der modernsten Formen des Heizens. Öl und Gas sind dagegen fossile Brennstoffe, die sich nicht nur bei den Kosten anders verhalten sondern eben auch nicht nachwachsen. Gas gilt als Brennstoff zwar auch als sicher, bringt aber trotzdem seine Besonderheiten mit.

Welcher „Brenner“ ist der Richtige?

Das alles ändert allerdings nichts daran, dass man sich für einen Heizungstyp entscheiden muss. Es gibt die Einzelraumfeuerungsanlagen, die zumeist als Komfort- und Zusatzheizung eingesetzt wird, da sie nur ein bis zwei Räume beheizen können. Der Kamin Ofen ist eine klassische Variante des Raumheizers mit einer großen Tür mit Sichtscheibe. Natürlich waren und sind auch die Speicheröfen, die Kachelöfen und viel andere Vertreter dieser Familie bekannt. Eine technisch andere Funktionsweise bieten die Zentralheizungen, die es ebenfalls mit Holzfeuerkessel für Scheitholz gibt. Die fachkundige Empfehlung incl. der entstehenden Kosten kann da nur der Fachmann nach einem entsprechenden Termin vor Ort geben.

Holz ist nicht gleich Holz

Ohne den Fachmann bei sich zu Hause zu haben, kann man heute als optimale Holzart mit hohem Wirkungsgrad die Pellets nennen. Holzpellets sind gepresste Rohstoffe, naturbelassene Säge- und Hobelspäne. Genaugenommen ist es eine Sammlung von Abfallprodukten der Holzverarbeitung. Neben der optimalen Verbrennung, den minimalen Emissionen und der sehr angenehmen Wärme bieten die Pelletöfen eine sehr angenehme Besonderheit: Der Energieträger gelangt automatisch und kontinuierlich aus einem Vorratsbehälter (20 bis 30 Liter) in eine Brennschale im Feuerraum. Die Brennstoffzufuhr regelt sich abhängig vom Leistungsbedarf automatisch. Die nötigen Pellets lassen sich optimal lagern und dosieren. Zentralheizungskessel beheizen dann gleich die gesamte Wohnung und erwärmen auch noch das Trinkwasser. Die Brenner fühlen sich genau wie die Brenner anderer Heizsysteme im Keller am Wohlsten. Der Bedienungskomfort einer Pellet – Heizung steht dem Komfort einer Öl- Gasheizung oder Strom – Heizung kaum nach. Größere Anlagen laufen oft mit Holzhackstücke /Scheitholz

Handbeschickte Stückholzkessel

Bei den Holzheizungen – Zentralheizkesseln (auch Scheitholz) hat sich die Technik des unteren oder seitlichen Abbrandes durchgesetzt. Hierbei brennt die Flamme nicht nach oben durch die Brennstoffschicht, sondern seitlich oder nach unten in einer separaten Brennkammer. Solche Holzheizkessel sind recht komfortabel: Da bei der Verbrennung nur der Brenn – Stoff über dem Glutbett erfasst wird, läuft die Verbrennung quasi kontinuierlich und sehr gleichmäßig ab. Sie müssen deshalb nur in langen zeitlichen Abständen etwas nachlegen.

Wie bediene ich meine Holzfeuerung richtig?

Fast jeder weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, Feuer zu machen. Auch bei Heizungsanlagen gibt es diese Probleme und beim Anheizen von Brennholz treten höhere Emissionen auf. Den tatsächlichen Schadstoffausstoß Ihrer Holzheizung können Sie selbst stark beeinflussen. Dies gilt besonders für ältere Anlagen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Luftzufuhr. Bei handbeschickten Anlagen sind außerdem der Zeitpunkt und die Menge der Brennstoffzugabe von Bedeutung.

Richtig Heizen mit Holz

Gerade in der Anheizphase der Holzheizung müssen Sie für einen hohen Wirkungsgrad auch für ausreichend Verbrennungs- Luft sorgen. Die Luftzufuhr sollte aber sowohl bei der Pelletheizung wie auch bei anderen Heizanlagen während des gesamten Abbrands nicht zu klein eingestellt sein. Nähere Auskunft gibt da Ihre Bedienungsanleitung. Die Luftzufuhr ist richtig eingestellt, wenn das Innere des Ofens hell und ohne schwarze Rußablagerungen bleibt. Wenn der Ofen sehr voll ist, entwickeln sich rasch zu viele Verbrennungsgase. Diese verbrennen nur unvollständig und es entstehen Schadstoffe. Auch Ihr Ofen kann Schaden nehmen. Packen Sie die Anlage daher nicht zu voll. Besser ist es, häufiger kleinere Mengen nachzulegen. Auch die Größe der Holzscheite spielt eine Rolle: Zu große Scheite führen zu einer deutlichen Erhöhung der Schadstoffemissionen. Orientieren Sie sich dabei an der jeweiligen Situation und halten sie sich an die Anweisungen der Bedienungsanleitung. Die Umrüstung auf diese Heizungsart bekommt im Einzelfall auch noch eine Förderung.



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