Löst das Perpetuum Mobile die Energiefrage?

Löst das Perpetuum Mobile die Energiefrage? Der Traum von der Maschine, die Energie quasi aus dem nichts erschaffen kann, ist wohl so alt wie die Menschheit selbst. Wenigstens einen Namen hat das Gerät schon – egal, wie es einmal aussehen wird. Allerdings gibt es ein fest stehendes physikalisches Prinzip: Energie wird nie erzeugt und Energie geht nie verloren. Sie wird einfach immer nur von einer Form in eine andere umgewandelt.

Was ist Energie eigentlich überhaupt?

Sowohl Physiker als auch Physiologen stehen gemeinsam hinter der Aussage, das Energie die Fähigkeit ist, Arbeit zu verrichten. Bei näherer Betrachtung sind in der Tat alle Vorgänge in der Welt irgendwo Umwandlungsprozesse von Energie. Dabei ist Energie ja nicht einfach nur Strom oder Benzin. Es gibt sogar sehr viele Erscheinungsformen von Energie. Da ist die Bewegungsenergie, die bekannte elektrische Energie, die chemische Energie oder gar die nukleare Energie.

Gesetz in der Physik

Bei aller Forschung und neuen Entwicklungen gibt es ein unumstößliches Gesetz in der Physik. Diese Grundaussage allen physikalischen Seins ist die Energieerhaltung. In abgeschlossenen Systemen bleibt die Summe der Energie über alle Energieformen betrachtet stets konstant. Dabei ist es vollkommen egal, mit welchen Vokabeln sich Wirtschaft, Politik und Kommentare äußern, So wird die im Erdöl verborgene chemische Energie zum Beispiel in einem Kraftwerk erst mal nur in Wärme umgewandelt. Ein Generator wandelt die Wärme dann durch schnell drehende Bauteile in Bewegungsenergie um. Erst in einem weiteren Schritt wird diese dann in die uns vertraute elektrische Energie umgewandelt. Sie kommt über die bekannten Stromleitungen zu uns und bestimmt mittlerweile allein durch ihre Verfügbarkeit unser tägliches Leben. In unseren modernen Zeiten wird sie möglicher Weise benutzt, um damit ein Elektroauto zu betanken. Dabei wird die gelieferte elektrische Energie tatsächlich wieder in die chemische Energie der Batterie umgewandelt. Während der Fahrt wird sie dann erneut umgeformt, dieses Mal in die Bewegungsenergie, um die Räder drehen zu lassen. Am Ende der Fahrt ist die Energie letztlich in Wärme umgewandelt und abgeleitet worden. Das liegt einfach daran, dass die Straße und die Umgebungsluft von der Strömung und der Reibung rund ums Auto erwärmt worden sind.

Energieumwandlungsprozess

Jeder Energieumwandlungsprozess hat einen bestimmten Wirkungsgrad. Das heißt, dass aus den jeweils zur Verfügung stehenden 100 Prozent Energie der Ausgangsform niemals im Verhältnis 1:1 zu 100 Prozent einer anderen werden können. Am Ende der Umwandlungsprozesse sind immer weniger als 100 Prozent Energie das Ergebnis. Die Differenz geht dabei aber nicht wirklich einfach so verloren – sie wurde als Wärme abgestrahlt. Das ist am Ende aller Energieumwandlungsprozesse dasselbe Ergebnis; es entsteht immer auch Wärme.

Energiegewinnung

Umgangssprachlich hören wir oft von „Energiegewinnung„; wenn auch aus unterschiedlichen Quellen und oft zu sehr unterschiedlichen Preisen. Das ist insbesondere sowohl bei konventionellen, als auch bei alternativen Kraftwerken der Fall. Während Politik und Wirtschaft nicht müde werden, von Energiegewinnung zu sprechen, bleibt sich der Physiker treu und spricht auch hier fachlich kompetent von einem reinen Energieumwandlungsprozess. Dass man unter dieser Überschrift aus Stoffen wie Öl, Kohle, Sonnenlicht, Uran oder Wind Energie „gewinnen“ kann, versteht sich von selbst. Um zu beurteilen, wie sinnvoll bestimmte Formen der „Energiegewinnung“ sind, muss man stets auch betrachten, wie hoch eigentlich die jeweiligen Wirkungsgrade sind.

Perpetuum Mobile

Da es mit dem Perpetuum Mobile also nichts werden kann, wird es kostenlose Energie auch nie nachhaltig geben können. Doch es gibt in der Tat auch noch andere Ansätze. Flugzeugträger haben als Energiequelle Kernreaktoren. Damit haben diese Riesen weit mehr Energie, als sie selber benötigen. Offshore Anlagen und andere „Energieerzeuger“ liefern ebenfalls oft deutlich mehr Energie als benötigt wird. Um ihn „los zu werden“ wird er oft genug ins benachbarte Ausland exportiert. Nur bekommen wir dafür kein Geld. Wir bezahlen Geld für die Abnahme der Überschüsse. Mit diesen Überschüssen könnte man stattdessen die energieintensive Produktion von Wasserstoff realisieren. Auch das hätte nachhaltige Auswirkung auf die Energiewelt und die Strompreise für den Verbraucher.

Wie man´s auch dreht und wendet, geschenkt gibt´s die Energie leider nicht. Das Perpetuum Mobile, dass Energie quasi von sich aus erzeugen kann bleibt ein Spezialeffekt auf der Kinoleinwand.



1 Kommentar

Freie Energie

[…] der Verbraucher. Mal im Ernst. Kann es so etwas überhaupt geben? Irgendwie erinnert das an das Perpetuum Mobile, dass es nach allen bisherigen Erkenntnissen gar nicht geben kann. Dem entsprechend sagen die […]

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