Bekommt die Energiewende neue Impulse?

Bekommt die Energiewende neue Impulse? Der Verbrennungsmotor revolutionierte seinerzeit die Mobilität der Menschen und nicht nur die. Der Verbrauch dieser Motoren trug mit dazu bei, dass die Ölvorräte der Erde in großen Mengen abgepumpt, verarbeitet und letztlich auch in den Automotoren zur Fortbewegung verbrannt wurden. Neben der Tatsache, dass die Vorräte irgendwann aufgebraucht sein werden, sind die Verbrennungsprodukte in der Kritik und schädlich für die Umwelt. Ingenieure und Erfinder arbeiten eifrig an Alternativen zu dieser Motortechnik.

Wasserstoff

Neben der reinen Akkulösung wird seit langem auch die mit Wasserstoff arbeitende Brennstoffzelle propagiert. Nach Aussage von Experten scheinen die technischen Probleme nun weitgehend gelöst. Automobilhersteller und Politiker sind sich darin einig, dass Wasserstoff  künftig aus dem „Überschuss“ der Sonnen- und Windenergie produziert werden soll. Der soll dann gespeichert und in der Brennstoffzelle wieder in Strom zurückverwandelt werden. Mit diesem Strom soll dann der Elektromotor im Auto angetrieben werden.

Das Bemerkenswerte daran ist die Tatsache, dass der „Umweg“ über den Wasserstoff  gegenüber dem Strom aus der Batterie eine deutlich höhere Energiedichte mitbringt. So scheinen Reichweiten von 600 Kilometern durchaus machbar. Physikalisch betrachtet bringt Wasserstoff im Vergleich zu Diesel die dreifache Menge an Energie mit. Um nun aber real mit Wasserstoff fahren zu können, brauchen Autos künftig eine Brennstoffzelle als neue Antriebstechnik und es muss eine entsprechende Tankstellen – Infrastruktur aufgebaut werden.

Technik im Auto

Was die Technik im Auto selbst betrifft, da sind Fragen dank intensiver Forschungsarbeit fast vollständig gelöst. Die Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzelle, auch PEM-Zelle genannt, hat sich als richtige Antwort auf die Frage nach dem Antrieb erwiesen. Im Zentrum dieser Zelle ist eine Kunststofffolie, die die beiden Reaktionsstoffe H und O2 voneinander fern hält. Lediglich die Wasserstoffprotonen dürfen so von der Anoden- auf die Kathodenseite passieren. Dabei müssen die Elektronen „leider draußen“  bleiben. Ihnen steht nur der Weg über einen elektrischen Leiter zur Verfügung. Dieser schließt die beiden Seiten kurz. Das ist die Entstehung des Antriebsstroms. Strittig an dieser aktuellen Technik ist nicht die Technik an sich. Die Kosten dieser Zellen sind noch immer erheblich.

Betankung mit Wasserstoff

Die Betankung des Fahrzeugs mit Wasserstoff als Druckgas ist für die Techniker kein Problem mehr. Vollkommen offen ist dagegen noch die Frage, für welche Reichweite die Tankfüllung geeignet ist und wie dicht das Tankstellennetz dafür sein muss. Wer sich nun kurzfristig für ein Brennstoffzellenfahrzeug entscheidet, darf definitiv nicht darauf hoffen, dass er da nun wirklich mit dem Strom aus den erneuerbaren Energien auf den Straßen unterwegs ist …

Brennstoffzellenautos

Bleibt immer noch die Frage zu klären, wann, wie und wo Brennstoffzellenautos zu kaufen sein werden. Toyota will damit ab 2015 in Japan eine immerhin viertürige Oberklasselimousine anbieten. Da BMW bekanntlich technisch mit Toyota zusammenarbeitet, dürften also mit ein wenig Zeitverzug auch die Bayrischen Brennstoffzellen Werke in besagte Produktion einsteigen. Auch Hyundai will schon nächstes Jahr ernst machen und ebenfalls in die Serienproduktion von Fahrzeugen einsteigen, die auf dieser Technologie basieren. Zwei Jahre danach, im Jahr 2017, denkt dann auch Mercedes-Benz an diese Liga der Wasserstoff- Brennstoffzellenversion über die B-Klasse einzusteigen. Der Grund für diese „Terminverschiebung“ ist laut Angaben des Herstellers kein technisches Problem, sondern die Entwicklung einer gemeinsamen Antriebseinheit mit mit Nissan und Ford.

Technik alltagstauglich

Wenn diese Technik nun soweit ausgereift und für das Autor praktisch alltagstauglich geworden ist, dann dürfte der Schritt zur Energieversorgung in Privathaushalten ja eigentlich auch gelingen. Tatsächlich haben die Viessmann Gruppe zusammen mit der Panasonic Corporation eine neuartige Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK) mit eben dieser Brennstoffzellen-Technologie entwickelt. Diese, in Europa, bisher einmalige Anlage mit PEM-Technik, ist für  Ein- und Zweifamilienhäuser konzipiert. Dieses neuartige Energiesystem kann gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. Sie bietet den Vorteil geringer CO2-Emissionen und haben einen mehr als doppelt so großen Wirkungsgrad wie konventionelle Systeme zur Stromerzeugung. Durch die geschickte und effiziente Nutzung der Abwärme aus der Stromerzeugung erlaubt das Gerät eine Energieersparnis von bis zu 20 Prozent.

In Summe wird sich das Gerät bei der Energieversorgung privater Haushalte einen Namen machen. Da es auch die CO2-Emissionen merklich senkt, leistet der Mikro-KWK auch noch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.



2 Kommentare

Freie Energie

[…] solch technischer Visionär der Gegenwart? Er behauptet nämlich, dass es diese unerschöpfliche Energie gibt, die genau diese am Beginn des Textes aufgeführten Vorteile bietet. Es ist die Raumenergie, […]

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