Erhöhte Stromrechnungen empfinden viele als ärgerlich

Erhöhte Stromrechnungen empfinden viele als ärgerlich. Im Jahr 2000 betrug der Strompreis für Privathaushalte rund 14 Cent pro Kilowattstunde. Bis 2006 mauserte er sich langsam und unauffällig auf knapp 20 Cent. Ende 2015 war er gar schon bei 26 Cent angekommen. Damit hat sich der Preis innerhalb von fünfzehn Jahren tatsächlich für Privatkunden fast verdoppelt.

Preistreibende Faktoren für Haushaltstarife

Ein Punkt für die Kostenentwicklung sind die Netzentgelte. Das sind die Gebühren, die ein Händler zahlen muss, um seinen Strom durch die Stromkabel des Netzbetreibers durchleiten zu dürfen. Für das Jahr 2013 lag die Steigerung bei circa 0,75 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahr 2016 sind die Strompreise tatsächlich minimal gesunden bzw. zumindest nicht gestiegen.

Steigende Steuern beim Strompreis

Steigende Steuern machen inzwischen knapp ein Viertel des gesamten Strompreises ausmachen und rund 16 Prozent des Brutto-Strompreises werden von der Mehrwertsteuer verursacht, weitere acht Prozent von der Stromsteuer. Auch die Höhe der EEG-Umlage wirkt sich aus – allerdings bisher in relativ geringem Umfang. Im Zeitraum 2000 bis 2009 erhöhte sich die EEG-Umlage schwach von 0,2 auf 1,3 Cent. Während des gleichen Zeitraums stiegen die Stromkosten von gut 14 auf 23 Cent pro Kilowattstunde. Der Strompreis steigt also auch, wenn sich die EEG-Umlage nicht oder kaum verändert. Am 01.01.2013 stieg sie von 3,59 Cent pro Kilowattstunde auf 5,28 Cent pro Kilowattstunde netto an. Von den 1,7 Cent Erhöhung der EEG-Umlage ab 2013 entfallen allein 0,5 Cent auf Nachholkosten aufgrund eines Berechnungsfehlers der Übertragungsnetzbetreiber für das vergangene Jahr.

Steigende Kosten der Energieträger sorgen für erhöhte Stromrechnungen

Ein weiterer Punkt sind die steigenden Kosten fossiler Energieträger. So betrug laut Statistik des Bundesumweltamtes der Preis für eine Steinkohleeinheit 1991 noch 45,36 Euro pro Tonne. 2011 lag er bereits bei 106,80. Im Erdölbereich sind die Preiserhöhungen noch viel extremer. Daneben möchte der Händler natürlich auch noch etwas dran verdienen …

Was können die Stromkunden bei steigenden Preisen tun?

Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Sie müssen nur regelmäßig einen Strompreisvergleich druchführen und den Stromanbieter wechseln. Dazu haben wir Ihnen eine FAQ zum Stromwechsel geschrieben, was die wichtigesten Punkte zu einem Wechsel klärt.



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