Auch Stromanbieter können pleitegehen

Auch Stromanbieter können pleitegehen

Berliner Stromanbieter Flexstrom ist das jüngste Beispiel dafür. Der Stromversorger hat als Unternehmen mehr als 500.000 Kunden und meldete nun Insolvenz an. Das ist nach Teldafax die zweite Pleite von Billigstromanbietern innerhalb von zwei Jahren.

Wer seine Rechnungen nicht bezahlen kann ist insolvent

Das Unternehmen ist nach eigener Aussage zwar „profitabel, aber nicht mehr liquide“. An den fehlenden finanziellen Mitteln sei „vor allem die schlechte Zahlungsmoral zahlreicher Stromkunden“ schuld. Bei Flexstrom selber und den Tochtergesellschaften OptimalGrün sowie Löwenzahn Energie seien die Kunden mit zusammen rund hundert Millionen Euro im Rückstand. Folgerichtig ist die Insolvenz nicht nur für Flexstrom, sondern auch für die Tochtergesellschaften angemeldet worden. Flexstrom könne diese Rückstände „nicht mehr selbst schultern“. Es ist wie immer, in solchen Fällen. Die Geldeingänge bleiben aus und die Kosten für den Stromeinkauf und die Netzentgelte bleiben, können aber nicht mehr bezahlt werden. Der harte Winter war kostenmäßig eine zusätzliche Belastung, denn für den Mehrbedarf an Energie musste Flexstrom mit einem Millionenbetrag in „Vorleistung“ gehen. Im Sommer 2011 war der Flexstrom-Konkurrent Teldafax pleite gegangen. Viele Kunden erhielten dadurch für die bereits geleisteten Vorauszahlungen keine Gegenleistung mehr. Das hatte natürlich für eine starke Verärgerung auf Kundenseite gesorgt.

Flexstrom war des Öfteren in der Kritik

Flexstrom war aber auch schon zu besseren Tagen des Öfteren im Fokus von Kundenbeschwerden. In den Streitfällen ging es auch darum, dass das Unternehmen den „Neukunden-Bonus“ nicht wie zugesagt auszahlen wollte. Fast kindisch lautete die Rechtfertigung anschließend, dass der Ombudsmanns der „Schlichtungsstelle Energie“ sich „einseitig auf die Seite des Kunden“ geschlagen hätte.

Stehen denn die Kunden jetzt ohne Strom da?

Flexstrom hat in seiner Mitteilung der Insolvenz nicht davon gesprochen, dass die Lieferungen eingestellt werden. Aber ob dieser Fall eintritt, ist in Summe noch ungewiss. Doch auch wenn die Lieferungen gestoppt werden, stehen die Verbraucher nicht ohne Strom da. Die Haushalte rutschen dann in die sogenannte Ersatzversorgung beim örtlichen Versorgungsunternehmen – und dann nach drei Monaten in die sogenannte Grundversorgung. Das sagte Jürgen Schröder, der Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das ist dann in der Reihenfolge der vorhersehbaren Ereignisse der Zeitpunkt, um sich wieder nach einem geeigneten und vor allem sicheren Stromtarif umzusehen.

Soll ich den Grundversorgertarif wechseln?

Wer von einer Stromanbieterinsolvenz betroffen ist, rutscht erst einmal in einen so genannten Grundversorgertarif des örtlichen Grundversorgers. Die Kunden sollten dann schnellstens einen Strompreisvergleich durchführen, um sich einen neuen Anbieter auszuwählen. Die Kündigungsfrist eines Grundversorgertarifes liegt bei 4 Wochen zum Monatsende. Somit ist es kein Problem, in einen neuen Tarif zu wechseln. In unserer Stromanbieter FAQ bieten wir Ihnen Hilfestellung zum Anbieterwechsel.

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