Die Abschaltautomatik trägt in elektrischen Geräten deutlich zum Stromsparen bei

Die Abschaltautomatik trägt in elektrischen Geräten deutlich zum Stromsparen bei und ist teilweise per EU-Verordnung vorgeschrieben. Das verhindert überflüssigen Stromverbrauch und macht darüber hinaus die Geräte auch sicherer. Eine Abschaltautomatik für Bügeleisen etwa verhindert Wohnungsbrände.

Wie funktioniert eine Abschaltautomatik für elektrische Geräte?

Die Abschaltautomatik gibt es für verschiedenste elektrische Geräte. Sie funktioniert unterschiedlich. Bei Funksteckdosen kommt eine Zeitschaltuhr zum Einsatz. Dampfbügeleisen mit Abschaltautomatik schalten sich aus, wenn sie länger als eine halbe Minute waagerecht oder auf einer Seite beziehungsweise acht Minuten aufrecht stehen. Bei Wasserkochern schaltet ein Temperaturschalter über ein Bimetall das Gerät automatisch aus. Dieser Temperaturschalter ist mit dem mechanischen Ein-/Ausschalter gekoppelt. Der Temperaturschalter schaltet bei 100 °C ab, wofür der Deckel geschlossen sein muss. Zusätzlich sind moderne Wasserkocher mit einem Trockengehschutz ausgestattet.

Welche Geräte verfügen über eine Abschaltautomatik?

Die Funktion ist in unterschiedlichsten Geräten zu finden. Sie erfüllt neben dem Stromsparen weitere Aufgaben wie die Erhöhung der Sicherheit (Bügeleisen), einen generell erhöhten Komfort (keine Panik mehr auf der Urlaubsreise – haben wir die Geräte abgeschaltet?) und auch überflüssige Funktionen wie eine Überheizung oder zu starke Kühlung von Räumen durch ein Klimagerät. Unter anderem gibt es sie für

EU-Verordnungen zur Abschaltautomatik

  • Bügeleisen,
  • Wasserkocher,
  • Elektroherde,
  • Kaffeemaschinen,
  • Steckdosenleisten,
  • Treppenhaus- und Raumbeleuchtung,
  • Klimageräte,
  • Fernsehgeräte und
  • Computer.

Die Europäische Union kümmert sich seit längerer Zeit um den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten und ordnete beispielsweise an, dass neue Staubsauger ab 2014 nicht über 1.600 Watt Leistung aufnehmen dürfen. Ab 2015 wurde dann die Abschaltautomatik für verbrauchsintensive Kaffeemaschinen eingeführt. Bei solchen Verordnungen gilt immer, dass die vor dem Inkrafttreten noch produzierten Altbestände abverkauft werden dürfen, sodass es gegenwärtig (Stand: November 2016) immer noch Kaffeemaschinen ohne Abschaltautomatik im Handel geben könnte (ebenso wie Staubsauger mit einer Leistung über 1.600 Watt).

Die Abschaltautomatik bei Kaffeemaschinen spart Strom und verhindert künftig auch das stundenlange Warmhalten von Kaffee, über das echte Kaffeeliebhaber ohnehin die Nase rümpfen – der Kaffee verliert dadurch an Aromen, wird bitter und macht müde. Der EU-Kommission ging es mit der Verordnung aber nicht um einen Gefallen für Kaffeegenießer und auch nicht unbedingt um die Sicherheit, denn von einer eingeschalteten, aber dann vergessenen Kaffeemaschine ist wohl noch nie ein Brand ausgegangen (anders als beim Bügeleisen). Es soll schlicht Strom gespart werden, und zwar europaweit rund 400 Gigawattstunden pro Jahr.

Das ist eine sehr hohe Strommenge, die auf fünf Jahre gerechnet etwa dem Jahresstromverbrauch von Dortmund entspricht. Auch wenn einige Kritiker wieder einmal über die EU-Regelungswut die Nase rümpfen, dürften unter anderem Büroangestellte erleichtert sein. Ihnen geht es dabei wahrscheinlich weniger um die Stromersparnis, sondern vielmehr um die Unsitte, Kaffee den ganzen Tag lang zu einer ungenießbaren schwarzen Brühe verdampfen zu lassen.

Abschaltautomatik für Beleuchtung

In Treppenhäusern gibt es seit Jahrzehnten eine Abschaltautomatik für die Beleuchtung, sie funktioniert über eine Zeitschaltuhr. So etwas kann sich jedermann auch für die eigene Wohnstube leisten – mit einem Unterputz-Timer. Dieser ist durch passende Adapter relativ einfach in vorhandene Installationen zu integrieren. Die Programmierung erlaubt eine Abschaltzeit zwischen einer Sekunde bis zu 24 Stunden. In selten besuchten Räumen wie dem Keller oder der Garage spart das unglaublich viel Strom, denn wenn hier jemand das Licht nicht ausschaltet, wird es manchmal erst nach Tagen bemerkt.

In Durchgangsräumen bietet sich eine relativ kurze Abschaltzeit (ähnlich wie im Treppenhaus) an, im Wohnzimmer oder der Küche könnte sie zum Beispiel zwischen einer und drei Stunden liegen. Viele Eigenheimbesitzer wählen die Abschaltautomatik für ihre Außenbeleuchtung. Die Timer sind mit einer Doppelfunktion ausgestattet: Das Licht kann jederzeit per Hand ausgeschaltet werden. Wenn die Bewohner das vergessen, schaltet es der integrierte Timer nach der programmierten Zeit ab. Die Automatik lässt sich natürlich auch völlig außer Kraft setzen.



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