Verbraucherzentrale fordert Kappen der Solarförderung
Zwar wurde die staatliche Subventionierung der Solaranlagen bereits gekürzt, trotzdem werden immer wieder weitere Stimmen laut, die sich für eine noch drastischere Reduzierung aussprachen; einer der Bekanntesten davon ist wohl Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler von der FDP. Nun warnt auch die Verbraucherzentrale: Die Fortsetzung der Förderung von Energie aus den Fotovoltaikanlagen werde zu einem Kostenrisiko für die Energiekunden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Aus diesem Grund spricht sich der Bundesverband der Verbraucherzentrale für eine Kappung der Subventionierung aus. Holger Krawinkel, Energieexperte, erklärte gegenüber der dpa: Für eine Dachanlage sei seiner Einschätzung nach eine Fördersumme in Höhe von 15 Cent für jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde völlig ausreichend. Derzeit wird jede Kilowattstunde trotz einer Reduzierung um 15 Prozent noch immer mit 24,43 Cent subventioniert. Das ist nach Meinung der Verbraucherzentrale angesichts der fallenden Preise für Solarmodule zu hoch. Dieser drastische Rückgang der Kosten für die Anlagen geht auf die Unternehmen aus China zurück, welche dort wiederum vom Staat derart hoch subventioniert werden, dass diese zu deutlich günstigeren Preisen als die deutsche Konkurrenz anbieten können.
Im Dezember gingen neue Anlagen mit einer gesamten Leistung von 3.000 Megawatt ans Netz; ein derart hoher Wert wurde noch nie innerhalb eines Monats erreicht. Damit konnte das bisherige Rekordjahr 2010 – damals wurden 7.400 Megawatt installiert – im vergangenen Jahr nochmals übertroffen werden: Die neu installierte Leistung beläuft sich auf 7.500 Megawatt. Dadurch erhöht sich die Fördersumme auf ungefähr acht Milliarden Euro für 2011. Laut Krawinkel ein Grund, jetzt einzugreifen, andernfalls “laufen die Kosten davon”. Das Konzept des “atmenden Deckels” von Umweltminister Norbert Röttgen, wonach die Förderung abhängig von einer bestimmten Anzahl neuer Anlagen gesenkt wird, sei nach Aussagen des Energieexperten “gescheitert”.
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