Solarbranche: Förderkosten seien unter Kontrolle.
Im vergangenen Jahr stieg die Kapazität der Fotovoltaikanlagen in der Bundesrepublik so stark an wie noch nie zuvor. Die Folge: Dadurch nehmen auch die Kosten zur Subventionierung der erneuerbaren Energien zu. Aus diesem Grund sprechen sich nicht wenige für eine erneute Kürzung des Fördersatzes – der bereits zum Jahreswechsel reduziert wurde – aus, denn andernfalls drohen die Kosten für die Verbraucher weiter zu steigen. Carsten König, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (kurz BSW) betonte am gestrigen Donnerstag bei der Vorstellung eines Gutachtens des Wirtschaftsinstituts “Prognos” jedoch, die Kosten für den Ausbau der Solaranlagen seien angesichts der bereits umgesetzten Senkungen der Förderung unter Kontrolle. Deshalb sprach er sich gegen eine Deckelung der Subventionierung aus. Für eine derartige Begrenzung machte sich unter anderem Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) stark, der forderte, die jährlich geförderte neu installierte Leistung auf 1.000 Megawatt zu begrenzen.
Das Wirtschaftsinstitut Prognos geht in seinem Kurzgutachten davon aus, dass bis zum Jahr 2016 der Strompreis um 3,8 Cent zunehmen wird – damit läge dieser bei 28,2 Cent pro Kilowattstunde. Allerdings mache dabei die Subventionierung der Fotovoltaikanlagen lediglich 0,46 Cent aus. Überhaupt hätte der eingespeiste Strom aus der Solartechnologie an dem prognostizierten Preisanstieg nur einen Anteil von zwei Prozent. Bei den Berechnungen nahm Prognos an, die Kapazität der Fotovoltaikanlagen werde jährlich um 3,6 bis 4,5 Gigawatt zunehmen. Der Bundesverband Solarwirtschaft selbst schätzt, in den nächsten vier Jahren werde der Anteil der Solarkraft an der Energieerzeugung in Deutschland um 70 Prozent von derzeit vier Prozent auf sieben Prozent (im Jahr 2016) ansteigen.
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