Kürzung der Solarsubventionierung sorgt für Boom im Dezember
Bisher war 2010 das Rekordjahr, was die Installation von neuen Solaranlagen anbelangte: Damals gingen neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von 7.400 Megawatt ans Netz. 2011 konnte sich diese Zahl nicht nur auf dem Vorjahresniveau halten, sondern übertraf dieses sogar noch leicht. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (kurz BSW) seien in den vergangenen zwölf Monaten Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 7.500 Megawatt in Betrieb genommen worden.
Vor allem im Dezember kam es zu einer ungewöhnlich hohen Nachfrage nach Solarzellen: Allein auf diesen Monat entfallen 3.000 Megawatt, so viel wurde noch nie in einem Monat installiert. Der Grund für den hohen Zuwachs war neben dem Rückgang der Preise für Solarmodule wohl auch die zum 1. Januar umgesetzte Kürzung der Solarsubventionierung um 15 Prozent. Angesichts des starken Zubaus im Jahr 2010 entschied sich die Bundesregierung für eine Reduzierung der starken Förderung – aus diesem Grund entschieden sich offenbar viele, vor dem Stichtag noch Fotovoltaikanlagen zu errichten.
Bislang gilt bei der Subventionierung der Fotovoltaikanlagen bei deren Reduzierung noch das sogenannte System des “atmenden Deckels”: Wird eine gewisse Summe bei den Neuinstallationen erreicht, folgt eine weitere Senkung der Förderung. Deshalb geht der BSW davon aus, dass zum 1. Juli 2012 die nächste Kürzung der Einspeisevergütung – wieder um 15 Prozent – folgt. Die bei der Installation der Anlage geltende Vergütung wird vom Staat über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Die Differenz, die sich dabei zwischen der bezahlten Vergütung und der Höhe des Marktpreises des Stroms ergeben, wird über die sogenannte EEG-Umlage an die Verbraucher weitergegeben.
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