E.ON plant Projekt “Amrumbank West” in der Nordsee
Der Energie-Konzern E.ON will in der deutschen Nordsee einen größeren Windpark errichten; dies teilte Sven Utermöhlen – welcher bei E.ON für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Mitteleuropa verantwortlich ist – auf einer Konferenz in Berlin mit. Die Entscheidung über das Projekt, bei dem Investitionen in Höhe von über eine Milliarde Euro nötig werden, wird aber erst im nächsten Jahr fallen. Geplant sei, in dem neuen Windpark insgesamt 80 Anlagen zu errichten, welche eine Leistung von 300 bis 400 Megawatt erreichen sollen. Momentan sei man noch in einer detaillierten Planungsphase des Projekts “Amrumbank West”. Hierbei wird auch entschieden, welche Art von Turbinen im Windpark zum Einsatz kommen soll. Deshalb sei momentan noch nicht sicher, welches Ausmaß das Projekt letztendlich annimmt und welche Kosten folglich anfallen werden.
Die endgültige Entscheidung über den Bau sei für Mitte des kommenden Jahres vorgesehen; in den Betrieb könnte “Amrumbank West” ungefähr 2014 gehen. Wichtige Erfahrungen beim Bau von Windparks habe man mit dem großen Projekt “Alpha Ventus”, welchen E.ON gemeinsam mit EWE und Vattenfall errichtet hat, sammeln können. Alpha Ventus ging im vergangenen Frühjahr nach einigen Verzögerungen in den Betrieb. Hierbei wurden zum ersten Mal zwölf Anlagen in großer Entfernung von der Küste angebracht.
Allerdings gäbe es noch – trotz eigentlich vorhandener Unterstützung aus der Politik – immer noch vereinzelt Hindernisse, wodurch der Ausbau der Windkraft gebremst werden würde, beklagt Utermöhlen. Für Probleme sorge beispielsweise regelmäßig der Netzanschluss der Windkraftanlagen, da hierbei ein sehr komplexes Genehmigungsverfahren zum Einsatz kommt. Des Weiteren wünscht sich der E.ON-Manager auch von der Politik diverse Maßnahmen, mit welchen die “finanziellen Rahmenbedingungen” von großen Windkraftprojekten verbessert werden. Das hohe Risiko im Bereich der Offshore-Windenergie würde derzeit viele Investoren noch abschrecken.
02.09.2010 at 16:29
Windenergie nutzen. Gut.