BDEW: Erneuerbare Energien nahmen 2011 zu

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft veröffentlichte einen Rückblick auf das Jahr 2011 – dieser kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass der Stromverbrauch in den vergangenen zwölf Monaten im Vergleich zu 2010 recht konstant blieb, dagegen wurde etwas weniger Strom erzeugt. Ferner habe sich der Trend zum verstärkten Ausbau der Anlagen, die Strom aus den erneuerbaren Energien gewinnen, fortgesetzt. Im Dezember wurden rund 8,5 Milliarden Kilowattstunden über die Windenergieanlagen gewonnen – noch nie konnte innerhalb eines Monats mehr Energie über diese Technologie erzeugt werden. Laut BDEW hatten die erneuerbaren Energien 2011 ungefähr einen Anteil von 20 Prozent an der Stromgewinnung.

Der hohe Betrieb der Windkraftanlagen im Dezember hatte jedoch auch negative Auswirkungen, die sich hauptsächlich bei den Netzen bemerkbar machten: Vor allem im Süden Deutschlands war die Stabilität der Leitungen bedroht, sodass zum ersten Mal auf Reservekapazitäten aus Österreich zurückgegriffen werden musste. Hildegard Müller, die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW, nannte diesen Vorfall ein konkretes Beispiel, das zeige, wie dringend ein Ausbau der Stromnetze in Deutschland benötigt werde.

Mit dem Anstieg der Stromgewinnung aus den erneuerbaren Energien nehmen zugleich auch deren Kosten zu. Hier geht der Verband davon aus, dass sich die Kosten im Jahr 2012 wohl auf über 14 Milliarden Euro belaufen werden, weshalb man diese im Auge behalten müsse. Die optionale Marktprämie könne dabei nach Einschätzung des BDEW Anreize setzen, um die erneuerbaren Energien bedarfsgerecht und auch marktorientiert in die Stromgewinnung zu integrieren. Bei dieser Marktprämie kann der Betreiber einer Anlage entscheiden, ob er den eingespeisten Strom über das Erneuerbare-Energien-Gesetz vergüten lässt oder aber ob er diesen selbst an der Börse vermarkten will.

Kommentar hinterlassen