Atomausstieg nicht in Sicht

Vor circa 10 Jahren, im Jahr 2000, wurde über den Atomausstieg debattiert und entsprechende Schritte in die Wege geleitet. Nun erschließen sich ständig neue Fragen und Probleme rund um die umstrittene Energie. Doch von dem von Deutschland damals angestrebtem Atomausstieg ist heutzutage nicht viel zu sehen. Die leitenden Parteien haben sich nicht viele Gedanken um die Frage der Atomlaufzeitverlängerung gemacht und auch die direkten Vertreter des Volkes – den Bundesrat mit allen Mitteln aus den Debatten ausgeschlossen. Die CDU will jedoch nicht nur die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängern, sondern auch aus dieser fragwürdigen Energie einen Vorteil für die Staatskasse schlagen. Dazu möchten sie eine neue Steuer einführen, welche zurzeit das beliebteste Thema unter den einzelnen Politikern und Energiekonzernen ist.

Auch der Rest der Welt scheint sich nur wenig Gedanken um den Abbau der Atomkraftwerke zu machen. Vor allem in den skandinavischen Regionen werden zurzeit sehr viele Atomkraftwerke gebaut. Finnland beschloss im Verlauf der letzten Woche den Bau von zwei neuen Kraftwerken und Schweden gestattete nun den Ersatzbau der Kraftwerke. In Anbetracht dieser Zustände, stellt Deutschlands Einstellung noch immer eine Sonderposition dar. Denn Innerlands stehen das Volk und die meisten Politiker noch immer gegen die Atomenergie, weshalb ein Neubau der Kraftwerke sehr unwahrscheinlich ist. Aus diesem Grund konzentrieren sich die entsprechenden Unternehmen auch mehr auf ausländische Projekte und Partnerschaften. Beispielsweise kündigte Siemens bereits eine Partnerschaft mit dem russischem Atomkraftkonzern Rosatom an.

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